So war der Tag : Die Kurse steigen und steigen

Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben ihre Rekordjagd am Donnerstag fortgesetzt. Der Dax setzte bei 9397 Punkten eine neue Höchstmarke. Zum Handelsschluss verteidigte der deutsche Leitindex noch ein Plus von 0,4 Prozent auf 9387 Punkte, der M-Dax stand 0,2 Prozent höher bei 16 281 Punkten. Der Tec-Dax gewann 0,1 Prozent auf 1151 Punkte, und Europas Leitindex Euro-Stoxx 50 stieg um 0,3 Prozent auf 3092 Punkte. Angesichts des „Thanksgiving“-Feiertages in den USA waren die Börsen in Europa auf sich selbst angewiesen, und im daher ruhigen Geschäft fehlten wichtige Anleger.

Die Stimmung blieb aber optimistisch, gestützt durch positiv aufgenommene Konjunkturdaten. Die Wirtschaftsstimmung in Europa stieg im November auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren, Spanien kämpfte sich mit dem ersten Wachstum seit neun Quartalen aus der Rezession, Italien refinanzierte sich am Markt ohne Probleme. Der stagnierende deutsche Arbeitsmarkt fiel nicht ins Gewicht. Auch von den Verbraucherpreisen kam kein Störfeuer. Für Helaba-Analyst Ulrich Wortberg ist die höher als erwartete Inflation aber nicht zuträglich für Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungen der EZB.

Bei ruhiger Nachrichtenlage sorgten vor allem Analystenstudien für Bewegung: Tagessieger im Dax waren Commerzbank-Aktien mit plus 2,1 Prozent. Evonik-Titel waren nach einer positiven Berenberg- Studie bester M-Dax-Wert mit einem Plus von 3,1 Prozent. Am Ende des Index standen Norma-Titel bei minus 4,5 Prozent nach einer Abstufung der DZ Bank. Die Aktie der Deutschen Bank stieg um 1,3 Prozent. Der deutsche Marktführer verhandelt laut „Financial Times“ mit Permira über den Verkauf des verlustbringenden Teils der britischen Vermögensverwaltung. Tilney Investment könnte vor Weihnachten abgegeben werden.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,40 (Vortag: 1,38) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 133,85 Punkte. Der Bund-Future trat mit minus 0,01 Prozent auf 141,59 Punkte zuletzt eher auf der Stelle. Der Kurs des Euro gab etwas nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3592 (1,3596) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7357 (0,7355) Euro. Tsp

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