So war der Tag : Erholt ins Wochenende

Nachlassende Befürchtungen über eine restriktivere US-Geldpolitik haben dem Dax am Freitag wieder Gewinne beschert. Der Leitindex stieg um 0,4 Prozent auf 8127 Punkte, nachdem er in den vergangenen drei Handelstagen mehr als zweieinhalb Prozent eingebüßt hatte. Auf Wochensicht bedeutete dies ein Minus von 1,54 Prozent. Der MDax legte am Freitag um 0,95 Prozent auf 13 964 Punkte zu und der TecDax um 0,25 Prozent auf 947 Punkte.

In den USA waren die Erzeugerpreise im Mai deutlich stärker als erwartet gestiegen. „Der Preisdruck bleibt ungeachtet des unerwartet hohen Monatsplus’ moderat“, kommentierte Volkswirt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen die Zahlen. Dies eröffne der US-Notenbank Raum, in der nächsten Woche ihre lockere Geldpolitik unverändert zu lassen. Negativ werten die Anleger indes, dass sich in den USA das Konsumklima im Juni überraschend eingetrübt hatte.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Hochtief mit einem Plus von 5,9 Prozent im Anlegerfokus. Der Baukonzern hatte angekündigt, für 260 Millionen Euro erstmals seit 2008 wieder eigene Aktien zu kaufen. Im Dax profitierten die Papiere von Lanxess von einem positiven Analystenkommentar und verteuerten sich um 2,48 Prozent auf 54,64 Euro.

Die Aktien von Kabel Deutschland zogen nach einem Pressebericht deutlich an und notierten am Ende 2,61 Prozent über dem Vortagesschluss. Wie die „WiWo“ meldete, will der Mobilfunkkonzern Vodafone in den kommenden Tagen ein konkretes Übernahmeangebot für den Kabelnetzbetreiber vorlegen. Ziel sei es, zunächst Einsicht in die Geschäftsbücher zu bekommen. Danach wolle Vodafone über eine verbesserte Offerte an die Kabel-Aktionäre entscheiden.

Der EuroStoxx 50 stieg um 0,21 Prozent auf 2667 Punkte. In London und Paris legten die Börsen ebenfalls zu. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite auf 1,23 (Vortag: 1,26) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,27 Prozent auf 134,14 Punkte. Der Bund Future gewann 0,34 Prozent auf 143,88 Punkte. Der Kurs des Euro zog an und notierte zuletzt bei 1,3341 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3303 (Donnerstag: 1,3315) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7517 (0,7510) Euro. dpa

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar