So war der Tag : Gewinne zum Handelsschluss

Der Dax hat am Mittwoch nach einem schwächeren Verlauf überraschend Gewinne verbucht. Die anfängliche Sorgen vor einem Domino-Effekt im Falle eines Austritts Griechenlands aus der EuroGemeinschaft verflüchtigten sich rund eine halbe Stunde vor Handelsschluss. Mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent auf 6475 Punkten ging der Leitindex aus dem Handel. Am späteren Nachmittag noch war er unter die Marke von 6400 Punkten auf den tiefsten Stand seit Ende Januar gesackt. Der M-Dax stieg um 0,3 Prozent auf 10 447 Punkte. Der Tec-Dax dagegen verlor 0,6 Prozent auf 768 Punkte.

Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade meinte, dass sich der Dax über 6400 Punkten behaupten konnte, zeige, dass die Anleger zwar verunsichert seien – von Verkaufsdruck könne aber keine Rede sein. Am spanischen Anleihemarkt war die Stimmung dagegen deutlich eingetrübt. In Spanien stieg die Rendite für zehnjährige Staatspapiere erstmals seit Mitte April wieder über die Marke von sechs Prozent.

Im Dax waren die Aktien von Bayer stärkster Wert mit einem Plus von 2,4 Prozent. Der Pharma- und Chemiekonzern stellte einen weiteren Zulassungsantrag in den USA für seinen Gerinnungshemmer Xarelto. Auch profitierten die Bayer-Titel von einem Bericht über einen möglichen Verkauf des Diabetesgeschäfts. Die Verkaufserlöse könnten für einen möglichen großen Zukauf in der Gesundheitssparte genutzt werden, sagte ein Börsianer. Commerzbank-Titel stiegen nach Vorlage von Quartalszahlen um 1,6 Prozent. Zwar habe das Quartalsergebnis unter den Erwartungen gelegen, doch seien die Kapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA erfüllt worden, hieß es zur Begründung. Die überraschend vorgelegten Eckzahlen der Allianz wurden ohne große Begeisterung aufgenommen. Das Papier des Versicherers, der zum Jahresauftakt einen Gewinnsprung erzielt hatte, stieg um 0,55 Prozent.

Der Versorger Eon konnte mit seinen endgültigen Zahlen zum ersten Quartal allerdings nicht punkten. Die Eon-Aktien gehörten mit einem Abschlag von 1,4 Prozent zu den größten Verlierern. K+S legten nach Zahlen des Salz- und Düngemittelherstellers um 0,5 Prozent zu.

Im M-Dax enttäuschte der Stahlhändler Klöckner & Co mit seinen Quartalsergebnissen den Markt, was die Aktie einbrechen ließ. Sie verlor am M-Dax-Ende mehr als acht Prozent.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,28 Prozent am Vortag auf 1,25 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,1 Prozent auf 133,44 Punkte und der Bund Future gewann 0,22 Prozent auf 142,75 Punkte. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2950 (Dienstag: 1,3025) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7722 (0,7678) Euro. Tsp

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