So war der Tag : Höhenflug gestoppt

Ohne Rückenwind vom US-Arbeitsmarkt haben die deutschen Aktien am Freitag zunächst ihren jüngsten Höhenflug gestoppt. Der Dax erholte sich im Handelsverlauf aber wieder und notierte zum Schluss fast auf dem Schlussstand vom Vortag – bei 9078 Punkten. Das entsprach einem Minus von 0,03 Prozent. Am Vortag hatte der Leitindex die Rekordlatte nach einer überraschenden Leitzinssenkung in Europa im Verlauf auf über 9193 Punkte gelegt. Der M-Dax war bei 16 283 Punkten auf einen neuen Rekord gestiegen. Bis kurz vor Handelsschluss gab der Index mittelgroßer Werte am Freitag 0,3 Prozent auf 16 069 Punkte ab. Der Tec-Dax verlor 0,7 Prozent auf 1134 Punkte. Der Leitindex Euro- Stoxx-50 zeigte für die Eurozone eine um 0,3 Prozent schwächere Tendenz an.

Nach dem US-Arbeitsmarktbericht weiteten Aktien ihre Verluste zunächst aus. „Ungeachtet der Schließung von Regierungsbehörden fällt die Zahl unerwartet stark aus“, konstatierte Helaba-Experte Ralf Umlauf in einer Einschätzung. Der Arbeitsmarktbericht steht damit besonders stark im Spannungsfeld von Konjunkturoptimismus und der Sorge um beginnende geldpolitische Bremsmaßnahmen der Notenbank („Tapering“).

Allianz-Aktien gewannen nach Vorlage des Quartalsberichts von Europas größtem Versicherer ein Prozent. Trotz der schweren Hagelstürme im Sommer erwartet der Konzern nun operativ etwas mehr Gewinn als bisher. Gefragt war die schwankungsfreudige K+S-Aktie mit einem Kursgewinn von 1,5 Prozent. Sie profitierte von einer positiven Studie. Die Anteile der RTL Group standen mit plus 2,9 Prozent an der M-Dax-Spitze. Wie die Aktien von Sky Deutschland werden auch die Papiere des TV-Konzerns am 26. November in den MSCI Germany aufgenommen. Evotec-Papiere legten im Tec-Dax mit plus 3,1 Prozent wieder den Vorwärtsgang ein.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,37 (Vortag: 1,42) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 134,03 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,47 Prozent auf 141,21 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3431 (1,3365) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7445 (0,7482) Euro. Tsp

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