So war der Tag : Hoffnung belebt Dax

Medienberichte über eine Einigung des US-Senats im Etatstreit haben den Dax am Mittwoch auf den nächsten Rekord getrieben. Mit einem Kursplus von 0,5 Prozent auf 8846 Punkte schloss der deutsche Leitindex am Mittwoch so hoch wie noch nie in seiner 25-jährigen Geschichte. Der M-Dax rückte am Mittwoch um 0,2 Prozent auf 15 449 Punkte vor, dies war ebenfalls der bisher höchste Schlussstand. Verhaltener reagierte der TecDax, er gab um 0,1 Prozent auf 1098 Punkte nach.

Eine offizielle Bestätigung zur Einigung im US-Haushaltsstreit lag am Abend zum Handelsschluss zwar noch nicht vor, doch ermunternde US-Medienberichte sorgten für den entscheiden Schub. „Der Dax etabliert sich in den Tagen des US-Haushaltsstreits als Hoffnungsbörse“, kommentierte Daniel Saurenz, Finanzmarktanalyst bei Feingold Research.

Unter den deutschen Einzelwerten führten Commerzbank den Dax mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent an. Zu den Favoriten zählten auch Versorgeraktien. Eon kletterten um 1,7 Prozent, RWE zogen um 0,9 Prozent an. Die Absage an weitere Sondierungsgespräche mit der Union habe demnach positiv auf die Aktienkurse der Konzerne gewirkt.

Am Dax-Ende notierten Infineon mit minus 1,3 Prozent. Ein Händler sagte, der schwächer als erwartet ausgefallene Umsatzausblick des amerikanischen Halbleiterproduzenten Intel für das vierte Quartal habe den Technologie-Sektor belastet.

Im MDax schlossen die Aktien von Hugo Boss mit plus 0,4 Prozent, nachdem sie im Tagesverlauf noch deutlich unter enttäuschenden Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns LVMH gelitten hatten. Metro zogen einen Tag vor der Präsentation der Umsatzzahlen im Rumpfgeschäftsjahr mit plus 4,3 Prozent auf den ersten Platz im Mittelwerteindex.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,56 (Vortag: 1,55) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozent auf 132,95 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,17 Prozent auf 138,98 Punkte. Der Kurs des Euro fiel bis zum Abend unter 1,35 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3561 (Dienstag: 1,3493) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7374 (0,7411) Euro. Tsp

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