So war der Tag : Investoren sind vorsichtig

Vor der Entscheidung der US-Notenbank Fed über ihre weitere Geldpolitik, die an diesem Mittwoch fällt, haben die Anleger an den europäischen Aktienmärkten Vorsicht walten lassen. Die Aussicht auf ein Ende der Talfahrt der türkischen Lira nahm zwar einigen Börsianern am Dienstag die Angst vor einer Eskalation der Krise in den Schwellenländern. Doch zeigte das Auf und Ab der Kurse wie nervös die Investoren weiter sind. Der Dax notierte zum Schluss mit 9406 Punkten 0,6 Prozent höher. Der M-Dax stieg um 1,8 Prozent auf 16 417 Punkte. Der Tec-Dax kletterte um 2,5 Prozent auf 1224 Punkte. Der Euro-Stoxx- 50 lag 0,7 Prozent im Plus bei 3036 Zählern.

Sollte es der Fed nicht gelingen, die Märkte zu beruhigen, könnten die Verkäufer jedoch rasch wieder die Oberhand gewinnen, sagte Marktanalyst Markus Huber von Peregrine & Black. Die Fed hatte im Dezember den Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes eingeleitet und die monatlichen Bondkäufe seit Januar um zehn auf 75 Milliarden Dollar gekappt. Dies hatte den Dollar attraktiver gemacht. Spekulationen auf eine Straffung der US-Geldpolitik führten in den vergangenen Wochen zu einem Abfluss von Kapital aus den Schwellenländern, darunter auch aus der Türkei.

Unter den Einzelwerten im Dax zeigten sich etliche Papiere erholt. So zählten die Aktien der Deutschen Post mit einem Plus von 1,5 Prozent zu den größten Dax-Gewinnern. BASF-Aktien zogen um zwei Prozent an und machten damit ebenfalls einen Teil der Verluste der vergangenen Tage gut. Siemens sorgte mit seinen Quartalszahlen für Gesprächsstoff: Trotz stagnierender Einnahmen schraubte der Technologiekonzern den Gewinn des fortgeführten Geschäfts im Weihnachtsquartal binnen Jahresfrist um ein Fünftel nach oben. Die Aktien stiegen zunächst um bis zu zwei Prozent, drehten dann in die Verlustzone und lagen am Abend wieder mit 1,6 Prozent im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,42 (Vortag: 1,40) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 133,67 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,03 Prozent vor auf 142,47 Punkte. Der Kurs des Euro fiel weiter zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3649 (Montag: 1,3658) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7327 (0,7322) Euro. Tsp

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