So war der Tag : Märkte im Aufwind

Am deutschen Aktienmarkt geht es zum Auftakt der Handelswoche weiter nach oben. Der Dax schaffte am Montag ein neues Dreijahreshoch bei 7424 Punkten und schloss mit 0,3 Prozent im Plus bei 7396 Punkten. In der vergangenen Woche hatte der Leitindex bereits um 2,1 Prozent zugelegt. Der M-Dax der wichtigsten Nebenwerte legte zum Wochenstart 0,6 Prozent auf 10 610 Punkte zu, der Tec-Dax stieg um 1,3 Prozent auf 908 Punkte.

Die Lust auf Aktien wurde zum Wochenauftakt vor allem von den starken Konjunkturdaten aus China geweckt. Die kräftig gestiegenen In- und Exporte in der Volksrepublik ließen auf eine brummende Wirtschaft hoffen, sagten Börsianer. Die chinesischen Ausfuhren legten im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 37,7 Prozent zu. Das 51-prozentige Plus bei den Einfuhren lag doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. „Die starke Entwicklung des Export-Wachstums hängt mit den verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen bei den wichtigsten Handelspartnern Chinas zusammen“, erklärten die Goldman-Sachs-Volkswirte Yu Song und Helen Qiao. „Der Markt läuft wie ein gut geschmierter Motor“, sagte Chefhändler Oliver Roth von Close Brothers Seydler. Solange es keine Störfeuer von konjunktureller Seite gebe, dürfte es angesichts der hohen Liquidität auch so weitergehen.

Die Aktien des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger rutschten nach Jahreszahlen im M-Dax nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und verloren zuletzt 1,2 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. WestLB-Analyst Ralf Dörper betonte, dass nun alle guten Nachrichten bekannt seien und das Aufwärtspotenzial begrenzt sei. Klar besser schlugen sich die Aktien des Konkurrenten Hochtief, die um 3,1 Prozent stiegen. Hochtief hatte den Ausblick für das Gesamtjahr 2010 erhöht.

Im Dax gaben Aktien der Deutschen Börse um 0,5 Prozent nach. Sie sind wegen der laufenden Fusionsverhandlungen mit der NYSE Euronext im Fokus. Aus Kreisen hieß es, dass schon am Dienstag die Kontrollgremien der Konzerne den Zusammenschluss zum weltweit größten Börsenbetreiber absegnen könnten. Aktien der Lufthansa büßten angesichts mehrerer negativer Studien 0,3 Prozent ein. Analysten sehen den hohen Ölpreis als Belastung. Die Vorzugsaktien von Volkswagen sanken um 1,2 Prozent. Nachdem die Titel im Februar bislang gut gelaufen seien, komme es nun zu Gewinnmitnahmen, sagten Händler.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 2,95 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,08 Prozent auf 122,30 Punkte zu. Der Bund Future sank um 0,11 Prozent auf 122,65 Punkte. Auch der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3440 (Freitag: 1,3524) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7441 (0,7394) Euro.Tsp

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