So war der Tag : Nachlassender Schwung

Nach einem überwiegend freundlichen Verlauf ist der Dax am Dienstag prozentual unverändert aus dem Handel gegangen. Der deutsche Leitindex, der am Morgen weiter gestiegen und zeitweise bei 7154 Punkten nur rund 40 Punkte unter seinem Mitte März erreichten Jahreshoch geblieben war, ging mit 7078 Punkten aus dem Handel. Das waren 0,3 Punkte weniger als am Vortag. Der M-Dax der Nebenwerte schloss mit plus 0,1 Prozent bei 10 821 Punkten. Der Tec-Dax zeigte sich mit plus 0,1 Prozent auf 802 Punkte kaum verändert.

Teilweise enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag seien als „willkommene Gelegenheit“ gesehen worden, Kasse zu machen, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. „Der Richmond Fed Index, der eine weitere Indikation für den nationalen Einkaufsmanagerindex liefert, war wesentlich schwächer als erwartet ausgefallen“, begründete Huber die bröckelnden Kurse. Dies sei der Auslöser der Gewinnmitnahmen gewesen, obwohl das wichtige US-Verbrauchervertrauen leicht die Erwartungen übertreffen konnte. Ein weiterer Börsianer sah zusätzliche Verunsicherung in steigenden Renditen für Spanien und der plötzlichen Erhöhung des Rettungsschirms.

Favorit im Leitindex war das Papier der Lufthansa, das um 2,2 Prozent zulegte, obwohl der Warnstreik im öffentlichen Dienst auf zahlreiche deutsche Flughäfen ausgeweitet worden war. Eine positive Studie der US-Bank JP Morgan dürfte laut Börsianern folglich der Grund gewesen sein. Wegen des vermutlich auch 2012 guten First-Class- und Business-Class-Geschäfts hatte JP Morgan die Lufthansa-Aktie zum Kauf empfohlen.

Im M-Dax dagegen wurden Celesio und Hochtief abgestraft und büßten 6,7 Prozent respektive 5,3 Prozent ein. Der Pharmagroßhändler Celesio verfehlte mit seinem Nettoergebnis 2011 die Schätzungen der Analysten. Händler kritisierten zudem die unerwartet deutliche Dividendenkürzung von 50 auf 25 Cent je Aktie. Die Titel des Essener Bauunternehmens Hochtief litten darunter, dass die Aktien seiner australischen Tochter Leighton bis zum 29. März vom Handel ausgesetzt wurden.

In Europa büßte der Euro-Stoxx 50 nach anfänglichen Gewinnen 0,6 Prozent auf 2525 Punkte ein und auch die wichtigsten Indizes in Paris und London gaben nach. In den USA zeigte sich der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss kaum verändert, die Nasdaq-Indizes legten dagegen leicht zu.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,60 (Montag: 1,55) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent auf 130,86 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,48 Prozent auf 137,40 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3333 (1,3276) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7500 (0,7532) Euro.Tsp

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