So war der Tag : Rückwärts in die Woche

Der Deutsche Aktienindex hat sich am Montag zunächst erneut über die Marke von 9000 Punkten geschoben. Konjunkturdaten aus den USA bewegten den Markt jedoch kaum und so fiel der deutsche Leitindex bis zum Handelsschluss um 0,1 Prozent auf 8978 Punkten zurück. Am Morgen hatte er noch einen neuen Rekord bei knapp 9018 Punkten gesetzt. Vor dem Wochenende hatte der Dax die runde Marke erstmals in seiner 25-jährigen Geschichte geknackt, diese aber ebenso wie am Montag nicht halten können.

Auch der M-Dax konnte am Montag seinen jüngsten Rekord nicht halten und verlor 0,3 Prozent auf 15 819 Punkte. Einzig der Tec-Dax zog dank deutlicher Kursgewinne in Einzelaktien um 0,3 Prozent auf 1122 Punkte an. Der Euro-Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab 0,4 Prozent nach auf 3022 Zähler.

In den USA rückt die in dieser Woche anstehende Sitzung der US-Notenbank in den Fokus. Anders als bei vorherigen Treffen verhielten sich die Anleger derzeit weniger risikoscheu, schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari. Der Markt erwarte nicht, dass die obersten Notenbanker bei ihrem Zinsentscheid am Mittwoch nun eine Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik verkünden könnten.

Auf Unternehmensseite in Deutschland waren Nachrichten am Montag eher dünn gesät. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten zum Wochenauftakt die Aktien der Deutschen Telekom mit einem Plus von zwei Prozent. Händler führten dies auf einen Medienbericht zurück, nach dem das Unternehmen erwägt, sich von der Mehrheit an der Internet-Tochter Scout24 zu trennen. Bislang hieß es, die Telekom wolle nur 30 Prozent zum Verkauf stellen. Im Tec-Dax stachen Evotec hervor. Die Titel des Biotechnologie-Unternehmens zogen nach Erreichen eines Meilensteins in einer Forschungsallianz mit dem Partner UCB um 3,9 Prozent an.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,44 (Freitag: 1,45) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 133,58 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,07 Prozent auf 141,02 Punkte. Auch der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3784 (Freitag: 1,3777) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7255 (0,7259) Euro. Tsp

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