So war der Tag : „Sandy“ verunsichert den Dax

Der herannahende Hurrikan „Sandy“ an der dicht besiedelten Ostküste der USA hat am Montag die Anleger verunsichert und dem deutschen Aktienmarkt Verluste gebracht. Die Börsen in New York bleiben wegen der gefährlichen Wetterlage zum Wochenauftakt geschlossen. In Frankfurt fiel der Dax zum Handelsschluss um 0,4 Prozent auf 7203 Punkte. Damit knüpfte der Leitindex an seine Schwäche der Vorwoche an, die er mit einem Minus von rund zwei Prozent beendet hatte. Der M-Dax sank um 0,1 Prozent auf 11 398 Punkte, und der Tec-Dax verlor 0,2 Prozent auf 800 Punkte.

„Sandy“ habe den Handel auch in Deutschland deutlich beeinträchtigt, sagte Aktienexperte Markus Huber von ETX Capital mit Verweis auf sehr geringe Handelsvolumina. Unter den befürchteten Schäden durch den Wirbelsturm litten vor allem die Aktien aus dem Versicherungssektor. So rutschten die Titel der beiden Rückversicherer Munich Re und Hannover Rück um zwei und 2,7 Prozent ab.

In Deutschland setzte sich die Berichtssaison mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen von Linde fort. Die Titel des Industriegase-Spezialisten rückten an der Dax-Spitze um 2,5 Prozent vor. Die Kursaufschläge von 1,6 Prozent bei Adidas begründeten Händler mit den jüngsten Aussagen von Reebok-Marketingchef Matt ÒToole, wonach die Aufträge der US-Tochter im kommenden Jahr merklich anziehen sollten.

Im M-Dax verteuerten sich die Aktien des Anlagenbauers Gea Group nach Zahlen um 1,6 Prozent. Analysten der Commerzbank und der DZ Bank waren sich einig, dass das operative Ergebnis zwar die Erwartungen verfehlte, die Neuaufträge aber positiv überraschten. Im Tec-Dax waren die Vorzüge von Sartorius nach Zahlen und einem angehobenen Gewinnausblick mit plus 4,3 der mit Abstand beste Wert. Der Euro-Stoxx 50 verlor 0,7 Prozent auf 2479 Punkte.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,24 Prozent am Freitag auf 1,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,23 Prozent auf 134,355 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,51 Prozent auf 141,74 Punkte zu. Der Kurs des Euro gab etwas nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2898 (Freitag: 1,2908) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7753 (0,7747) Euro. Tsp

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