So war der Tag : Sorgen aus China

Schwache Vorgaben der asiatischen Börsen haben die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte erst einmal gestoppt. Der Dax fiel um 0,3 Prozent auf 8920 Punkte. Der M-Dax sank um 0,3 Prozent auf 15 764 Punkte, der Tec-Dax gab 0,4 Prozent auf 1119 Punkte ab. Am Vortag hatte es im Leitindex wie auch bei M-Dax und S-Dax neue Rekordmarken gegeben, der Tec-Dax schloss auf dem höchsten Stand seit Februar 2002. Der Dax hatte die neue Messlatte dabei auf über 8987 Punkte gelegt. In der Eurozone ging es am Mittwoch ebenfalls abwärts: Der EuroStoxx 50 stand um 0,9 Prozent tiefer bei 3017 Punkten.

Sorgen um den chinesischen Finanzsektor hatten bereits die asiatischen Börsen belastet. Ein Anstieg der chinesischen Geldmarktsätze überlagere aktuell die Aussicht auf weiteres, billiges Geld der US-Notenbank, kommentierte Marktstratege Ishaq Siddiqi vom Broker ETX Capital. Am Geldmarkt leihen sich Banken untereinander Geld – ein scharfer Anstieg der Zinssätze gilt als Anzeichen für Stress im Bankensystem.

Am Dax-Ende standen Bankentitel. Aktien der Deutschen Bank verloren nach einem Medienbericht über eine angebliche Strafe für die Rabobank im Libor-Skandal rund zwei Prozent. Die niederländische Bank muss demnach für einen Vergleich mit britischen und amerikanischen Behörden eine Milliarde US-Dollar auf den Tisch legen. Eine Strafe in dieser Höhe läge deutlich über den Schätzungen von Analysten. Celesio-Aktien bauten ihre Gewinne nach einem erneuten Medienbericht über eine bevorstehende Übernahme auf über sechs Prozent aus. Der US-Pharmahändler McKesson stehe kurz davor, sich mit Haniel auf einen Kauf von dessen Mehrheitsbeteiligung an Celesio zu einigen, hieß es.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere deutlich von 1,51 Prozent am Vortag auf 1,44 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,34 Prozent auf 133,63 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,07 Prozent auf 140,65 Punkte zu. Der Kurs des Euro gewann weiter und notierte zuletzt bei 1,3785 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3752 (Dienstag: 1,3674) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7272 (0,7313) Euro.

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