So war der Tag : US-Verbraucher enttäuschen

Der Rückgang des US-Verbrauchervertrauens hat die Aktienmärkte am Dienstag belastet. Der Dax fiel zunächst kräftig und notierte zum Handelsschluss nahezu unverändert bei 6253 Zählern. Im Gegenzug kletterte der Bund-Future kräftig. Der Euro stieg ebenfalls. Das vom Forschungsinstitut Conference Board gemessene US-Verbrauchervertrauen fiel im September auf 48,5 Stellen nach 53,2 Stellen im Vormonat und lag damit auf dem tiefsten Stand seit Februar. „Das Vertrauen der Konsumenten in die US-Konjunktur ist weiterhin schwach“, kommentierte Helaba-Analystin Viola Stork. Die Perspektiven für den privaten Konsum dürften sich für den weiteren Jahresverlauf eintrüben. Belastet wurden die Märkte Händlern zufolge zudem von skeptischen Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Entwicklung der Weltwirtschaft. Etwas aufgehellt wurde die Stimmung von der Aussicht auf konsumfreudigere Deutsche. Der entsprechende Index der Nürnberger GfK für Oktober kletterte auf den höchsten Stand seit Mai 2008.

„Die nach wie vor eher unterdurchschnittlichen Umsätze verdeutlichen die derzeit unter den Marktteilnehmern herrschende Verunsicherung“, kommentierten die Marktstrategen der Helaba die flauen Geschäfte an der Börse. Seit Wochen schafft es der Dax nicht, die Marke von 6300 Punkten nachhaltig zu überwinden. Allerdings erholte sich der Dax im Laufe des Tages von einem bis zu 1,2-prozentigen Kursrückgang. „Ein paar Nachrichten zur Lage in den Peripherie-Staaten der Euro-Zone haben geholfen“, sagte ein Händler. „Eine Auktion spanischer Staatsanleihen ging gut über die Bühne, und auch die von einigen Anlegern befürchtete Herabstufung der Kreditwürdigkeit Irlands blieb zunächst aus.“ Allerdings drohten die Agenturen Fitch und Moody’s mit solch einem Schritt, falls das Land die Kosten zur Rettung seines Bankensystems nicht in den Griff bekomme. Obwohl Irland betonte, seinen Verpflichtungen gegenüber den Käufern hochrangiger Anleihen der angeschlagenen Anglo Irish Bank nachzukommen, standen Finanzwerte europaweit auf der Verliererseite. Der Stoxx-Branchenindex fiel um 0,2 Prozent.

In Frankfurt waren die Aktien der Deutschen Bank mit einem Minus von 2,2 Prozent Dax-Schlusslicht. Größter Gewinner war das Papier von Fresenius Medical Care mit einem Plus von 2,1 Prozent. Ebenfalls überdurchschnittlich entwickelten sich Metro-Papiere, die um 1,1 Prozent zulegten.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,98 (Montag: 2,01) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 128,28 Punkte. Der Bund Future lag um 0,01 Prozent höher bei 131,52 Punkten. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3460 (1,3477) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7429 (0,7420) Euro. Tsp

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