So war der Tag : Vorsicht im Dax

Der Dax ist am Mittwoch zwischen leichten Gewinnen und Verlusten gependelt. Nach der Rede von USNotenbankpräsident Ben Bernanke vor Vertretern des Repräsentantenhauses in Washington schloss der Dax 0,7 Prozent fester bei 8254 Punkten. Tags zuvor hatte er seine sechstägige Rallye mit einem Gesamtplus von bis zu sechs Prozent abgebrochen. Der M-Dax der Nebenwerte zeigte sich dagegen kaum verändert mit plus 0,05 Prozent bei 14 005 Punkten. Der Technologieindex Tec-Dax büßte 0,3 Prozent auf 987 Punkte ein.

Auf absehbare Zeit werde der geldpolitische Kurs expansiv bleiben, hatte Fed-Chef Bernanke gesagt. Die Arbeitslosigkeit sei weiter hoch und die Inflation gering. Ihre milliardenschweren Anleihekäufe werde die Fed so lange fortsetzen, bis sich der Arbeitsmarkt „substanziell“ verbessert habe. Jede Entscheidung über das Tempo der Wertpapierkäufe hänge vom konjunkturellen Ausblick ab. „Der Meister der vorsichtigen Worte hat es auch dieses Mal wieder geschafft, einen Verbal-Spagat zu machen, und der Markt ist vorerst zufrieden“, sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel und Hafner.

Unter den Einzelwerten waren die Aktien von Thyssen-Krupp Favorit im Dax. Sie legten nach kräftigen Kurszuwächsen am Vortag um weitere 3,4 Prozent zu. So berichtete das „Handelsblatt“, dass der Industriekonzern im Desaster um seine Stahlwerke in Übersee nicht mehr mit weiteren wesentlichen Abschreibungen rechne. Außerdem meldete Wettbewerber Svenska Kullagerfabriken (SKF) überzeugende Quartalszahlen. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank erhielten Auftrieb durch starke Quartalszahlen der Bank of America und gewannen 0,4 Prozent. Henkel-Papiere gaben um 0,2 Prozent nach. Als Grund verwies ein Händler auf etwas schwächer als erwartet ausgefallene Umsatzzahlen des französischen Kosmetikherstellers L’Oréal.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,27 Prozent am Vortag auf 1,28 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozentpunkte auf 134,34 Punkte. Der Bund Future sank um 0,04 Prozent auf 143,68 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3136 (Dienstag: 1,3118) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7613 (0,7623) Euro. Tsp

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