So war der Tag : Warten auf Amerika

Vor dem Start der US-Berichtssaison haben deutsche Aktien am Dienstag mehrheitlich nachgegeben. Der Dax fiel um 0,5 Prozent auf 7696 Punkte und erreichte den bislang tiefsten Schlussstand im Januar. Händler begründeten die Abwärtsbewegung am Nachmittag mit sehr vagen Gerüchten, wonach Paris über eine bevorstehende Herabstufung der Kreditwürdigkeit französischer Staatsanleihen durch eine Ratingagentur informiert worden sei. Dies wurde von der französischen Regierung jedoch dementiert. Andere Börsianer nannten auch den nachgebenden Euro und die schwächere Wall Street als Belastungsfaktoren. Der M-Dax verlor 0,1 Prozent auf 12 192 Punkte. Der Tec-Dax stieg hingegen um 0,6 Prozent auf 865 Punkte.

„Angesichts der übergeordneten Aufwärtsbewegung kommen Rücksetzer auf einem derart hohen Kursniveau nicht allzu überraschend. Die Aktienmärkte atmen durch. Zudem dürften nicht wenige Investoren den zum Abend erwarteten Startschuss der US-Berichtssaison abwarten wollen“, sagte ein Händler. Am Dienstagabend nach US-Börsenschluss wird der Aluminiumhersteller Alcoa traditionell als erstes großes US-Unternehmen seine Quartalszahlen veröffentlichen. Im Dax bewegten vor allem Analystenstudien die Kurse. Stark gefragt waren die Anteilsscheine von Beiersdorf, die um rund 2,4 Prozent stiegen. Wie bereits am Vortag, waren auch die Bankenwerte wieder oben im Tableau zu finden. So kletterten Aktien der Deutschen Bank um 1,2 Prozent und jene der Commerzbank um rund ein Prozent. Fast am Index-Ende gaben Lanxess-Aktien nach einem kritischen Analystenkommentar 3,3 Prozent ab. Schwach zeigten sich auch Papiere der Rückversicherer nach negativen Studien der US-Investmentbank Merrill Lynch. Munich Re büßte 1,7 Prozent ein, Hannover-Rück 1,2 Prozent.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,25 Prozent am Vortag auf 1,24 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 133,87 Punkte. Der Bund Future gewann 0,20 Prozent auf 143,38 Punkte. Der Kurs des Euro fiel am Nachmittag auf ein Tagestief von 1,3057 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3086 (Montag: 1,3039) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7642 (0,7669) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar