So war der Tag : Warten auf die EZB

Die Anleger an den europäischen Aktienmärkten haben zur Wochenmitte in den „Stand-by“-Modus geschaltet. Sie warten auf eine Ansage von der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag. „Niemand ist besonders daran interessiert, seine Positionen aufzubauen, ausgerechnet einen Tag vor einer EZB-Sitzung, bei der neue Zinsschritte nicht ausgeschlossen sind“, erklärte Markus Huber, Analyst bei Peregrine & Black. Der Dax ging schließlich 0,1 Prozent tiefer bei 9116 Punkten aus dem Handel. Der M-Dax stieg 0,2 Prozent auf 16 066 Punkte. Der Tec-Dax verlor 0,3 Prozent auf 1199 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich kaum.

Enttäuscht waren die Anleger von den Arbeitsmarktdaten in den USA: Im Monatsvergleich wurden 175 000 neue Stellen geschaffen, Finanzanalysten hatten mit mehr gerechnet. Zudem wurde der deutliche Anstieg im Vormonat auf 227 000 (zunächst 238 000) Stellen nach unten revidiert.

Von der am Donnerstag anstehenden Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet Marktexperte Gregor Kuhn vom Handelshaus IG keine signifikanten Impulse. Er geht nicht davon aus, dass die Währungshüter diese Woche nochmals die Zinsen senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. „Denn dann hätten sie keinen Pfeil mehr im Köcher“, sagte er. Im November 2013 hatte die EZB den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,25 Prozent reduziert.

Unter den Einzelwerten gehörte Volkswagen mit plus 0,6 Prozent zu den Gewinnern im Dax. Händler verwiesen auf Berichte, wonach VW erwägt, die Mehrheitsbeteiligung am schwedischen Nutzfahrzeugbauer Scania zu erhöhen, um so die Zusammenarbeit mit MAN zu beschleunigen. Ebenfalls gefragt waren Banken-Titel in einem europaweit freundlichen Finanzsektor. So gewannen Deutsche Bank 0,6 Prozent und Commerzbank 0,8 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,31 (Vortag: 1,32) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,09 Prozent auf 134,61 Punkte zu. Der Bund-Future gewann 0,32 Prozent auf 144,35 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3543 (Dienstag: 1,3519) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7384 (0,7397) Euro. Tsp

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