So war der Tag : Zurück unter 7800 Punkte

Der Dax hat sich am Donnerstag noch weiter von seinem jüngsten Fünfjahreshoch entfernt. Der deutsche Leitindex knüpfte zum Monatsschluss mit einem Abschlag von 0,5 Prozent an seine schwächere Vortagstendenz an und schloss bei 7776 Punkten. Trotz positiver Reaktionen auf die Bilanzen der Deutschen Bank und von Infineon konnte er die Marke von 7800 Punkten nicht verteidigen, was am Markt vor allem mit Gewinnmitnahmen begründet wurde. Den Januar hat der Dax mit einem Zugewinn von etwas mehr als zwei Prozent beendet. Der M-Dax sank am Donnerstag um 0,4 Prozent auf 12 571 Punkte. Der Tec-Dax verlor 1,6 Prozent auf 866 Punkte.

Im Tagesverlauf halfen positive Wirtschaftssignale aus den USA nur zeitweise dabei, dass der Dax seine Verluste etwas reduzieren konnte. Die Stimmung unter den Einkaufsmanagern in der Region Chicago hatte sich im Januar deutlich stärker verbessert als erwartet. Für die vom Start weg negative Tendenz war aber vor allem die am Vortag veröffentliche US-Wirtschaftsleistung verantwortlich gemacht worden.

Für die Anteile der Deutschen Bank ging es trotz hoher Konzernverluste im Schlussquartal um nahezu drei Prozent nach oben. Analysten zeigten sich positiv überrascht von der stärkeren Kapitalsituation. Marktteilnehmer hoffen zudem nach milliardenschweren Sonderbelastungen auf einen „reinen Tisch“. Eon-Anteile dagegen büßten am Dax-Ende etwas mehr als drei Prozent ein rutschten damit auf den tiefsten Stand seit Mitte September 2011 ab. Unter Druck standen einige Werte wegen enttäuschender Zahlen von US-Konkurrenten: K+S etwa büßten rund zwei Prozent ein, nachdem der weltgrößte Düngemittelproduzent Potash die mehrfach gesenkten Ziele im vergangenen Jahr knapp verfehlt hat. Anteile der Deutschen Post sanken nach Zahlen von UPS um etwas mehr als ein Prozent.

Am Anleihemarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,40 Prozent am Vortag auf 1,35 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,26 Prozent auf 133,12 Punkte. Der Bund Future legte um 0,12 Prozent auf 141,89 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3550 (Mittwoch: 1,3541) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7380 (0,7385) Euro. Tsp

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