Wirtschaft : SONNENSTROM: Teure Förderung

In Bayern und Baden-Württemberg blitzen auf vielen Eigenheimen Solarzellen, in diesen Bundesländern sind die meisten Anlagen installiert. Einerseits, weil im Süden Deutschlands die Sonneneinstrahlung besonders hoch ist, andererseits, weil die Bundesregierung lange Zeit üppige Fördergelder für die Einspeisung von Sonnenstrom gezahlt hat.Kürzlich wurden die Sätze aber gesenkt, weil sie den Strompreis nach oben trieben. Denn für die Förderung der Erneuerbaren wird die so genannte EEG-Umlage auf den Strompreis aufgeschlagen. Die Hälfte der Subventionen für Öko-Energie in Deutschland fließt in den Sonnenstrom, obwohl er 2010 nur zwei Prozent des Strombedarfs deckte. Insgesamt sind in Deutschland derzeit Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 17 000 Megawatt installiert, mehr als 7000 Megawatt davon wurden allein im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Nach einem Szenario des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik kann die Photovoltaik 2050 rund 100 Terrawattstunden Strom im Jahr liefern. Alle deutschen Kernkraftwerke zusammen brachten es 2010 auf 140 Terrawattstunden. Aber auch bei der Nutzung der Sonnenenergie gibt es Probleme. Die Schwankungen sind wie bei der Windenergie enorm, Speicherkapazitäten fehlen und in Deutschland ist das Potential aufgrund der geringen Sonnenstrahlung begrenzt. Zudem ist die Herstellung der Zellen derzeit noch relativ teuer. Allerdings sinken die Preise kontinuierlich – auch durch die Verwendung materialsparender Dünnschicht-Solarzellen mit weniger Silizium.jmi

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