Wirtschaft : Spanier und Iren fusionieren - Expansion nach Deutschland

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In Europa ensteht die nach eigener Aussage weltweit erste globale Internet Bankengruppe. Die spanische Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), der Telekom-Konzern Telefónica und die Finanzgruppe First-e-Group haben die Gründung eines gemeinsamen Geldinstituts für das weltweite Online Banking bis zum Jahresende 2000 vereinbart. Die Fusion hat einen Umfang von rund 2,4 Milliarden Euro (rund 4,7 Milliarden Mark). An dem Zusammenschluss werden die BBVA-Tochter Banco Uno-e und die Telefónica-Tochter Terra Networks mit insgesamt 67,45 Prozent und die First-e Group mit 32,5 Prozent beteiligt sein. Die neue Unofirst Group will noch in diesem Jahr ihre Aktivitäten auf Deutschland ausdehnen und in absehbarer Zeit auch an die Börse gehen, heißt es in einer Pressemitteilung vom Montag. Die Unofirst Group werde über 500 Millionen Euro Barmittel zur Finanzierung ihrer Aktivitäten haben.

Die BBVA sei gemessen an ihrer Marktkapitalisierung von 44 Milliarden Euro die zweitgrößte Bank in der Eurozone und unterhalte in 23 Ländern Niederlassungen, heißt es in der Mitteilung weiter. Ihre rund 90 000 Mitarbeiter betreuen über 25 Millionen Kunden. Das Unternehmen ist Marktführer in Spanien und Lateinamerika. Die Bilanzsumme erreichte 1999 rund 239 Milliarden Euro. First-e ist eine Tochter der Enba plc, einem Anbieter von Finanzdienstleistungen mit Hauptsitz in Dublin. Uno-e ist die Internetbank der BBVA und von Terra Networks. Ziel von Uno-e ist es, die führende Internetbank in Südeuropa und Lateinamerika zu werden. Auf ihren Heimatmärkten werden alle Unternehmen weiterhin unter ihrem eigenen Namen auftreten.

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