• Sportartikel: Adidas wartet auf die Wende - Gewinne brechen um 22 Prozent ein - Klage über starken Dollar

Wirtschaft : Sportartikel: Adidas wartet auf die Wende - Gewinne brechen um 22 Prozent ein - Klage über starken Dollar

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Trotz verstärkten Drucks auf die Margen will die Herzogenauracher Adidas-Salomon AG ihren diesjährigen Gewinnrückgang auf ein Fünftel beschränken. Auf der Kostenseite sei die Neupositionierung des Konzerns bereits verarbeitet, sagte Finanzchef Robin Stalker bei der Vorlage eines Halbjahresberichts auf der Ispo in München. Zum Halbjahr war der Vorsteuergewinn um 22 Prozent auf 143 Millionen Mark geschrumpft. Operativ habe aber die Erholung begonnen, sagte der designierte Konzernchef Herbert Hainer. In Nordamerika haben nach sechs Monaten die Umsätze um zwei Prozent und die Orders um zwölf Prozent nachgegeben. Global konnten die Konzernerlöse bis Ende Juni dagegen um sieben Prozent auf 5,4 Milliarden Mark zulegen. Bereinigt um Währungseffekte wären die Umsätze freilich um ein halbes Prozent geschrumpft. Die Gewinne des Konzerns litten derzeit unter dem starken Dollar. Ab 2001 will Adidas hinsichtlich Umsatz und Gewinn ein mehrjähriges Wachstum einläuten. Für drei Jahre soll der Nachsteuergewinn um je 15 Prozent zulegen. Klar ist, dass Adidas-Salomon vor allem in den USA einen Umschwung schaffen muss. Ob der Aufschwung rechtzeitig kommt, um Adidas-Salomon den Verbleib im Dax zu sichern, ist offen.

Die Herzogenauracher Konkurrenz Puma AG, die Ende dieser Woche ihre Halbjahreszahlen veröffentlicht, ist beim Konzernumbau schon weiter. Gerade am US-Markt hatte die Marke mit der Raubkatze zuletzt größere Umsatzzuwächse erzielt. Über Puma-Shops speziell in den USA und forcierten Internethandel will der im M-Dax notierte Konzern dieses Jahr seine Umsätze um ein Fünftel auf etwa 875 Millionen Mark und den Vorsteuergewinn auf 31 Millionen Mark verbessern.

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