Wirtschaft : SSV: Contra: Unnötige Beschränkung

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Die Beschränkung des Schlussverkaufs auf bestimmte Warengruppen, so genannte "Saisonware", halten Kritiker für überholt. Zugelassen für den Schlussverkauf sind offiziell nur Textilien und Bekleidung, Schuhe, Leder- und Sportartikel, nicht jedoch Haushaltswaren oder Elektrogeräte. Dies habe "irrationale" Folgen: So sind Lederkoffer zum Schlussverkauf zugelassen, Hartschalenkoffer jedoch nicht. Die AgV plädiert dafür, diese Beschränkungen zu streichen oder zu lockern.

Starre Zeiten für den Schlussverkauf wirken kontraproduktiv. Durch den unterschiedlichen Ferienbeginn in den einzelnen Bundesländern könnten nicht alle Verbraucher den Schlussverkauf nutzen. Eine Angleichung der Zeiten an die jeweiligen Ferientermine wäre nach Ansicht der Kritiker sinnvoller. Vielfach halte sich der Handel auch gar nicht mehr an die festgelegten Termine und verkaufe schon vorher mit Preissenkungen und gehe dabei weit über die - zulässigen - "Sonderangebote" hinaus.

Mangelnde Flexibilität: Die Festlegung auf bestimmte Jahrestage erschwert ein flexibles Reagieren auf den Kundenbedarf. Die Läden könnten nicht hinreichend auf konjunktur-, mode- oder wetterbedingte Schwankungen der Kundennachfrage reagieren.

Kein Abverkauf: In vielen Fällen wird qualitativ minderwertige Ware extra für den Schlussverkauf produziert. Der Schlussverkauf dient nicht mehr ausschließlich dem Abverkauf saisonaler Überhänge.

Stress: Durch die Konzentration auf wenige Tage sind Verbraucher - und Verkäufer - Stress ausgesetzt. Vielfach kommt es dadurch zu übereilten, Kaufentscheidungen zugunsten von Produkten mit schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis.

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