Wirtschaft : SSV: Pro: Ein wichtiger Rummel

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Lagerräumung: Hauptziel des Schlussverkaufs ist es, Platz für Neues zu schaffen. "Mit einzelnen Sonderverkäufen läßt sich dies nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaß erreichen", heißt es beim Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). Nur durch die Veranstaltung "Schlussverkauf" würden die Massen in die Innenstädte gelockt. Wegen der immer schneller wechselnden "Saisonware" wurde verschiedentlich auch schon angeregt, die Schlussverkäufe auf vier Termine im Jahr auszuweiten.

Belebung der Innenstädte: Vom Schlussverkauf profitieren vor allem die Innenstädte, die Einkaufszentren auf der "Grünen Wiese" sind davon nicht so stark berührt. Sie machen eher im Verlauf des Jahres durch Sonderveranstaltungen auf sich aufmerksam. Vom Schlussverkauf in den Innenstädten profitieren auch Branchen, die eigentlich nicht von der Regelung betroffen sind, etwa Gastronomie, Kinos, aber auch Läden ohne klassische "Saisonware", wie Fotohandel oder Elektronikläden.

Einheitliche Regel: Die bundesweite Festlegung auf zwei einheitliche Termine - Ende Januar und Ende Juli - ist nach Ansicht der Befürworter unerläßlich. In den Köpfen der Verbraucher seien diese beiden Termine fest verankert. Würde jede Region oder gar jeder Laden zu unterschiedlichen Zeiten seinen Schlussverkauf veranstalten, würde dies nicht daher nur für Verwirrung sorgen, auch der "Rummel"-Effekt ginge verloren.

Sonderveranstaltung: Schlussverkäufe rund ums Jahr lehnt der Handel ab. Dies würde zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen zugunsten der Großbetriebe führen, die auch entsprechend dafür werben können. Zudem ginge auch der besondere Reiz verloren: Auf den Dauer-Sale, so die Befürchtung, würden viele Verbraucher nicht mehr reagieren.

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