Wirtschaft : Standort für die Industrie

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Auch wenn die wachsenden Branchen vorwiegend im Dienstleistungsbereich liegen, will die SPD den Industriestandort Berlin auf keinen Fall aufgeben. Allerdings müssten neue Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe „im Wesentlichen aus neuen Produkten entstehen“, weniger aus der Ansiedlung von Industrie aus anderen Regionen. Dafür müssten Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung eng miteinander verzahnt werden.

Als Wachstumsbranchen in Berlin haben auch die Sozialdemokraten die Gesundheitswirtschaft, die Kommunikations-, Medien- und Kulturwirtschaft sowie den Verkehrssektor identifiziert. Auch der Messestandort Berlin müsse gestärkt und die Stadt für ausländische Besucher attraktiver werden, um den schon blühenden Tourismus weiter auszubauen. In den Medizin- und Biotechnologien, Prävention und Wellness, so steht es im Wahlprogramm, solle Berlin bundesweit führend werden. Auch als Standort für den jungen deutschen Film, als Trendsetter für Musik, Design und Mode könne Berlin ganz vorn mitmischen.

Die SPD verspricht außerdem, den Mittelstand als „Rückgrat der Berliner Wirtschaft“ besonders zu pflegen. „Hier entstehen die meisten Arbeitsplätze.“ Genehmigungsverfahren sollen entbürokratisiert und den Bezirken zweckgebundene Fördermittel für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Öffentliche Aufträge müssten verstärkt an den Mittelstand vergeben und Gewerbeflächen „zu attraktiven Preisen bereitgestellt“ werden.

Nach wie vor setzen sich die Sozialdemokraten für eine „zeitnahe“ Fusion Berlins mit Brandenburg ein, um die gemeinsame Wirtschaftsregion besser entwickeln zu können. Wichtig sei aber auch eine enge Kooperation mit den polnischen Nachbarregionen östlich der Oder und die Vernetzung mit den Städten Stettin, Posen und Breslau. za

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