Start-ups : Philipp Rösler investiert in "Business Angel"

Der Wirtschaftsminister investiert in Investoren: Damit Start-ups leichter Geldgeber finden, hat Philipp Rösler ein Zuschussprogramm gestartet. Und schon ein erstes Investor-Start-up-Pärchen gefunden.

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Rösler auf seiner Reise ins Silicon Valley: "Es fehlt noch an Erfahrung"
Rösler auf seiner Reise ins Silicon Valley: "Es fehlt noch an Erfahrung"Foto: dpa

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat am Dienstag den ersten Investitionszuschuss für Wagniskapital bewilligt. Das neue Förderprogramm soll dabei helfen, dass Start-ups leichter erfahrene Geldgeber finden, so genannte Business Angel. „In der Szene fehlt es noch an Erfahrung, wie man Investoren findet“, sagte Rösler. Hier setzte das neue Förderprogramm an.

Das Wirtschaftsministerium hat das Programm Mitte Mai gestartet. Investoren, die sich mit mindestens 10000 Euro über drei Jahre an einem Start-up beteiligen, erhalten 20 Prozent der Investition vom Staat zurück. „Es hat einen großen Run gegeben“, sagte Rösler, 167 Start-ups und 46 Investoren hätten sich in den ersten drei Wochen beworben. Einer dieser Investoren ist Christian Beig. Er ist der erste Business Angel, der im Rahmen des Förderprogramms bezuschusst wird.

Beig unterstützt das Start-up Schülerkarriere.de der beiden Wirtschaftsstudenten Thomas Hoppe (25) und Marcel Fürle (23). Schülerkarriere.de ist eine Homepage, die Schüler und Unternehmer – und somit potenzielle Azubis und Ausbilder – vernetzt. Das Projekt wurde erst als fiktives Unternehmen im Rahmen eines Hochschulkurses gestartet, dann im Raum Hannover realisiert. Nun, mit der Hilfe von Investor Beig, soll die Plattform bundesweit ausgebaut werden. Beig will nicht nur mit Geld dabei sein: „Die Jungs stehen hier am Anfang ihrer Arbeit, da möchte ich mich gerne einbringen.“

Neben dem Team von Schülerkarriere.de lud Rösler am Dienstag weitere junge Unternehmer in sein Ministerium. Vor allem der Zugang zu Risikokapital fehle, sagte Rösler. Viele Investoren hätten noch das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 im Gedächtnis und seien daher zögerlich. In den USA sei man offener. Jüngst kehrte Rösler von seiner Reise mit Start-ups ins Silicon Valley zurück – mit konkreten Vorhaben: „Wir haben Partner gefunden, die sich im siebenstelligen Bereich bei deutschen Start-ups beteiligen wollen.“

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