Wirtschaft : Steuerreformpaket sieht laut "Spiegel" Halbierung vor

Die Bundesregierung will nach "Spiegel"-Informationen im Rahmen ihrer Steuerreform die Spekulationssteuer auf Aktien senken. Künftig würden Erträge aus Kursgewinnen, die innerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist anfallen, nur noch mit dem halben Steuersatz belegt werden. Dies gehöre zu unveröffentlichten Details des Gesetzentwurfs, den das Finanzministerium im Januar vorlegen wolle, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Das Finanzministerium hatte die Besteuerung kurzfristiger Aktiengewinne noch zu Beginn des Jahres 1999 verschärft. Die Spekulationsfrist war von sechs auf zwölf Monate ausgeweitet worden. Verändert wird laut "Spiegel" auch die Regelung für den Verkauf größerer Aktienpakete durch Mittelständler. Den vor Weihnachten veröffentlichten Plänen zufolge will die Regierung Privatleuten und Personenunternehmen den Verkauf dieser Pakete erschweren. Bis dato waren solche Erlöse steuerfrei, wenn die Beteiligung an den Firmen unter zehn Prozent betrug. Künftig soll die Grenze auf ein Prozent sinken. Laut "Spiegel" will die Regierung aber im Gegenzug nun auch die Gewinne, die beim Verkauf anfallen, nur noch mit dem halben Steuersatz belegen.

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