Wirtschaft : Stiftung Warentest: Umfrage: Stiftung vertrauenswürdiger als die Polizei

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Die Deutschen schenken der Stiftung Warentest mehr Vertrauen als der Polizei. 98 Prozent aller Deutschen gaben in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa Ende 1999 nicht nur an, die Stiftung zu kennen, sondern sprachen ihr auch den höchsten Vertrauenswert zu - neben den Ordnungshütern mussten sich auch das Deutsche Rote Kreuz und Greenpeace geschlagen geben. Die Stiftung Warentest wurde 1964 von der Bundesregierung als Institut zur Durchführung vergleichender Warentests und Dienstleistungsuntersuchungen in Berlin gegründet. Sie ist eine unabhängige Einrichtung, die laut Satzung die Öffentlichkeit über "Merkmale des Nutz- und Gebrauchswertes sowie der Umweltverträglichkeit" von Waren und Dienstleistungen unterrichten soll.

Allein im letzten Jahr hat die hauseigene Testmannschaft nach eigenen Angaben 126 Warenuntersuchungen durchgeführt, bei der 2265 Produkte geprüft wurden. Das Testprogramm umfasst nahezu alle Konsumgüter - von Arzneimitteln über Gesundheit bis zur Unterhaltungselektronik. Darüberhinaus wurden im vergangenen Jahr 83 Dienstleistungstests durchgeführt, etwa zu der Frage, wo Verbraucher den billigsten Strom, oder den günstigsten Telefontarif bekommen. Die meisten Schlagzeilen machte die Stiftung aber mit ihrer Untersuchung zu Service und Pünktlichkeit der Deutschen Bahn, die zu miserablen Ergebnissen führte.

Die Stiftung Warentest finanziert sich zu rund 90 Prozent über den Verkauf der Publikationen, insbesondere der Zeitschriften "test" und "Finanztest", von denen 1999 pro Ausgabe 700 000 bzw. 324 000 verkauft wurden, darüberhinaus durch Zuschüsse des Bundes.

Die Verkaufserlöse der Stiftung Warentest sind 1999 auf rund 84,55 (1998: 86,98) Millionen Mark zurückgegangen. Den Gesamterträgen von 102,67 (103,29) Millionen Mark standen 1999 Aufwendungen von 98,07 (101,75) Millionen Mark gegenüber. Ende 1999 arbeiteten 257 Personen bei der Stiftung.

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