Wirtschaft : Strukturelles Defizit

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Ist an der hohen Verschuldung eines Staates allein die schlechte Wirtschaftslage schuld, oder sind schlicht die laufenden Ausgaben zu hoch? Diese Frage versuchen Finanzexperten zu beantworten, indem sie das strukturelle Haushaltsdefizit (siehe nebenstehender Text) eines Staates berechnen. Darunter versteht man den Fehlbetrag, der innerhalb eines Jahres erwirtschaftet wird und der unabhängig von den Steuerausfällen und den Mehrausgaben ist, die ein schwächeres Wachstum verursacht. Das strukturelle Defizit lässt sich auch nicht drücken, indem der Staat Teile seines Besitzes zu Geld macht, etwa Unternehmen. Ökonomen wie der WirtschaftsSachverständigenrat finden das strukturelle Defizit nicht generell schlimm – zu hoch ist es nur, wenn es die Investitionen des Staates übersteigt. brö

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