STUDIE : Männer verdienen viel besser

Frauen können sich häufiger als früher als Führungskräfte in Unternehmen durchsetzen. Doch sie verdienen dabei deutlich weniger als Männer. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

FRAUENANTEIL

Der Anteil von Frauen in

herausgehobenen Positionen ist im vergangenen Jahrzehnt von 22 auf 30 Prozent gestiegen, geht aus dem am Montag veröffentlichten Führungskräfte-Monitor des DIW hervor. Im Jahr 2010 gab es knapp vier Millionen angestellte Führungskräfte in der Privatwirtschaft. Etwa zwei Drittel davon waren Vorgesetzte. Dabei seien die Männer in diesen leitenden Funktionen im Schnitt für 33 Mitarbeiter verantwortlich, Frauen für 22.

VERDIENST

Weibliche Führungskräfte verdienen in der Privatwirtschaft im Durchschnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Rechnet man jedoch Verzerrungen durch Spitzenwerte heraus, sind die Differenzen deutlicher. Der aktuelle Unterschied liegt dann nämlich nicht mehr bei 21, sondern bei 27 Prozent. Im

Vergleichsjahr 2001 hatte der Unterschied aber noch bei 30 Prozent gelegen.

INSTRUMENTE

Unternehmen sollten einen höheren Frauenanteil als Unternehmensziel definieren, regt Studienleiterin Elke Holst an. „Dazu sollte es einen verbindlichen Zeitplan geben mit klaren Größen, Verantwortlichkeiten und Sanktionen sowie Controlling und Reporting“, meint die Wissenschaftlerin. Die Stellenbesetzung müsse transparent sein. Wichtig sei auch „eine kontinuierliche Personalentwicklung, die Frauen von Anfang an in die Karriereplanung einbezieht“. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben