Wirtschaft : Talkline zum Frieden bereit

Streit mit Telekom schadet Geschäft / Umsatzziel 1,4 Mrd.DM BERLIN (um).Das Verhältnis der privaten Anbieter zur Deutschen Telekom AG hat sich nach Ansicht von Dietrich Beese, Geschäftsführer für Öffentlichkeitsarbeit und Recht des Telekommunikationsanbieters Talkline, leicht gebessert."Mittlerweile rauchen wir die Friedenspfeife", sagte er am Donnerstag in Berlin.Streitigkeiten verunsicherten die Kunden und schadeten damit dem Geschäft.Beese forderte gleichzeitig die Regulierungsbehörde auf, sich stärker um den Verbraucherschutz zu kümmern. Die Auseinandersetzungen mit der Telekom hätten Talkline durch verzögerte Auftragsbearbeitung geschadet, gab Beese zu.Inzwischen sei der Rückstand aber weitgehend aufgeholt.Mit Stand vom 17.Februar registrierte Talkline Beeses Angaben zufolge 385 000 Teilnehmer.Zielgruppe sind dabei neben Unternehmen vor allem Privatleute, die mit ihren monatlichen Telefonaufwendungen deutlich über der "durchschnittlichen 70 DM-Rechnung" liegen, so Beese. Nach 1,1 Mrd.DM 1997 peilt Talkline für 1998 einen Umsatz von 1,4 Mrd.DM an.Dazu soll ein integriertes Konzept als Mobilfunk-, Festnetz- und Internet-Anbieter beitragen.Durch gemeinsame Rechnungslegung werden Synergieeffekte erwartet, die auf die Preise drücken.Ein erstes Konzept für die Internet-Sparte, in der Talkline bislang nicht vertreten ist, soll zur Cebit vorgestellt werden.Für das Jahr 2002 ist im Mobilfunk-Bereich ein stabiler Marktanteil von sieben Prozent angepeilt, beim Internet neun Prozent, und in der Festnetz-Sparte, in der Talkline auch künftig nur als Makler auftreten will, sollen es zwei Prozent sein.

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