Update

Tarifangebot abgelehnt : Gewerkschaften sind 3,3 Prozent mehr zu wenig

Die Gewerkschaften fordern fast doppelt so viel: Mit einem ersten Angebot gehen die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst in die nächste Verhandlungsrunde.

Zwei streikende Mitarbeiter der Stadtreinigung halten am Donnerstag früh auf dem Gelände des Energieunternehmens N-ERGIE in Nürnberg (Mittelfranken) ein Banner. Es trägt die Aufschrift "Wenn wir nicht mehr Kohle kriegen bleibt der Müll halt einfach liegen". Kindergärten, Krankenhäuser, Gemeindeverwaltungen - in vielen Bereichen legten Beschäftigte auch in Bayern am Donnerstag die Arbeit nieder.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dpa
08.03.2012 07:15Zwei streikende Mitarbeiter der Stadtreinigung halten am Donnerstag früh auf dem Gelände des Energieunternehmens N-ERGIE in...

Die Gewerkschaften lehnen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa das Arbeitgeber-Angebot für den öffentlichen Dienst ab.

Kritisiert wird von den Gewerkschaften unter anderem das vorgesehene zweistufige Modell. Danach soll erst ab Mai eine erste Anhebung um 2,1 Prozent erfolgen und dann ab März 2013 eine weitere Anhebung um 1,2 Prozent. Der Tarifvertrag war bereits Ende Februar dieses Jahres ausgelaufen. Die Arbeitgeber hatten zudem eine Einmalzahlung von 200 Euro angeboten.

Bundesinnenminister Hans Peter Friedrich (CSU) und der Präsident der kommunalen Arbeitgeber, Thomas Böhle, hatten das Angebot am Montag in Potsdam unterbreitet. Die Gewerkschaften zogen sich danach zu Beratungen zurück. Für die zweite Tarifrunde in Potsdam ist am Dienstag bereits ein weiterer Verhandlungstag angesetzt.

An Warnstreiks im öffentlichen Dienst hatten sich in der vergangenen Woche nach Gewerkschaftsangaben 130.000 Beschäftigte beteiligt. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr, mindestens aber 200 Euro. (dpa)

8 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben