Tarifkonflikt : Schlichterspruch: Lohnplus für Baubeschäftigte

Der Schlichter im Tarifkonflikt der Bauindustrie, Wolfgang Clement, hat für die 700.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung in zwei Schritten vorgeschlagen. Zugleich empfiehlt er eine Angleichung der Mindestlöhne im Osten an das Westniveau.

Die Schlichtung im Bau-Tarifstreit ist beendet.
Die Schlichtung im Bau-Tarifstreit ist beendet.Foto: dapd

Demnach sollen die Westlöhne ab 1. Mai dieses Jahres um 3,0 Prozent steigen, ab 1. Juni 2012 ist eine weitere Anhebung um 2,3 Prozent vorgesehen. Für die Ostlöhne sieht er ab 1. Juni dieses Jahres eine Steigerung um 3,4 Prozent und ab August 2012 um weitere um 2,9 Prozent vor. Der Tarifvertrag solle bis 31. März 2013 laufen.

Der frühere Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement betonte, es sei kompliziert gewesen, zu einem Ergebnis zu kommen. "Es ist ein Kompromiss", stellte er klar. Doch angesichts der komplizierten Strukturen im Bauhauptgewerbe in Ost und West sei er froh, dass ein Tarifvertrag für alle zustande gekommen sei.

Zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft IG BAU umstritten war bis zuletzt neben einer Lohnerhöhung auch die Forderung nach einer Angleichung der Ost-Gehälter an das höhere West-Niveau sowie neue Mindestlöhne. Die Gewerkschaft hat für die Beschäftigten am Bau 5,9 Prozent mehr Gehalt gefordert. Die Arbeitgeber boten ab April 2,5 Prozent mehr Lohn an und ab April 2012 weitere 2,5 Prozent bei einer Tariflaufzeit von 24 Monaten.

Nach einem Schlichterspruch, haben Arbeitgeber und Gewerkschaft 14 Tage Zeit, dem Beschluss zuzustimmen oder ihn abzulehnen. Erst wenn auch die Schlichtung scheitert, kann die Gewerkschaft streiken. (rtr/dpa)

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