Wirtschaft : Telegate schreibt erneut rote Zahlen

Telefonauskunft macht Verluste

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München (nad). Trotz Fortschritten im operativen Geschäft steckt der zweitgrößte deutsche TelefonauskunftsAnbieter Telegate noch tief in den roten Zahlen. Insbesondere die kostenlos im Internet angebotenen Auskunftsdienste von Konkurrenten wie dem Marktführer Deutsche Telekom hätten Telegate im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht, sagte Unternehmenschef Andreas Albath am Donnerstag in Martinsried bei München. Zudem sei der Anbieter durch die Restrukturierung seines US-Geschäfts belastet worden. Der Verlust habe sich 2002 vor Steuern und Zinsen auf 25,2 Millionen Euro reduziert, teilte Telegate mit. Im Vorjahr hatte er noch 37,6 Millionen Euro betragen.

Beim operativen Ergebnis hat Telegate nach den Verlusten im Vorjahr einen Gewinn von 9,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz sank jedoch um elf Prozent auf 115,6 Millionen Euro; die Zahl der Anrufe ging von 150 auf 119 Millionen zurück. Neben der klassischen Telefonauskunft bietet Telegate unter anderem Telefon- und Adress-Auskünfte per Post und Fax an. Um die Ertragslage zu verbessern, hat Telegate neun von 14 Tochtergesellschaften verkauft, die Standorte in Deutschland und den USA zusammengelegt und das Personal um 800 auf 2338 Mitarbeiter reduziert. Im laufenden Geschäftsjahr wolle Telegate die Schulden weiter reduzieren und die Profitabilität verbessern, sagte Albath. Antrieb soll der im Dezember gestartete Dienst in Großbritannien sein, den Albaths Vorgänger Klaus Harisch leitet. In Großbritannien wolle sich Telegate als Alternative zum ehemaligen Monopolisten British Telekom etablieren, kündigte Harisch an. Eigene Festnetzdienste in Spanien und Österreich sollen ebenfalls zu mehr Wachstum verhelfen. In Deutschland will Telegate sein Angebot durch weitere Service-Dienstleistungen ergänzen.

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