Wirtschaft : Telekom-Konkurrent Otelo baut Stellen ab

DÜSSELDORF (AP).Der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern Otelo will mit einer Schlankheitskur aus den tiefroten Zahlen kommen.Otelo-Sprecher Christian Hoppe kündigte am Freitag an, das Unternehmen werde im kommenden Jahr nicht wie geplant neue Stellen schaffen, sondern im Gegenteil die Zahl der rund 3000 Beschäftigen verringern.Allerdings werde dies ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Ausnutzung der natürlichen Fluktuation geschehen.Die Otelo-Gruppe - bestehend aus dem Festnetz-Anbieter selbst und dem Mobilfunkunternehmen E-Plus - wird Hoppe zufolge im laufenden Jahr einen Verlust in der Größenordnung von rund 2,2 Mrd.DM machen.Genaue Angaben über die Erwartungen für 1999 lehnte Hoppe ab.Doch betonte er, die Anlaufverluste würden planmäßig deutlich reduziert.Der Break-Even soll nach wie vor im Jahr 2001 erreicht werden.Ein Bericht des Nachrichtenmagazins Focus, Otelo erwarte nach einem Minus von 2,5 Mrd.DM im laufenden Jahr für 1999 Verluste im operativen Geschäft von 800 Mill.DM, sei falsch.Hoppe betonte, im Festnetz werde der Umsatz im kommenden Jahr voraussichtlich von 450 Mill.auf 1,1 Mrd.DM steigen.Otelo sei inzwischen bei Preselect mit 270 000 Kunden Markführer und liege beim Gesprächsaufkommen mit elf Mill.Minuten am Tag unter den privaten Anbietern auf Platz drei hinter Mobilcom und Mannesmann Arcor.

Meldungen, daß die Gesellschafter Veba und RWE, den Geschäftsplan von Otelo-Chef Thomas Geitner nur noch für sechs Monate genehmigt hätten, wollte Hoppe nicht kommentieren.Gerüchte, die Otelo-Gesellschafter RWE und Veba dächten wegen der hohen Verluste an einen Verkauf ihrer Telekommunikationstochter, wies Veba-Sprecher Kay Baden als "blanken Unsinn" zurück.Auch RWE-Sprecherin Barbara Eckrich erklärte: "Da ist nichts dran."

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