Wirtschaft : Textilien verkaufen sich in Nordamerika gut - gesteigerte Umsätze auch in Europa

Der Sportartikelhersteller Puma hat nach einem Umsatz- und noch deutlicheren Gewinnanstieg im dritten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 1999 nach oben korrigiert. Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem Umsatzanstieg um rund 20 Prozent nach zuvor erwarteten 15 Prozent und strebt eine Vervierfachung des Vorsteuergewinns von im Vorjahr 6,7 Millionen Mark an, wie Puma am Freitag in seinem Zwischenbericht mitteilte.

Zur kräftigen Umsatzsteigerung im dritten Quartal um 36,8 Prozent hätten insbesondere hohe Steigerungsraten in Nordamerika und den meisten europäischen Töchtern beigetragen. Das Unternehmen will auch weiterhin mit hohen Investitionen seine internationale Position unter langfristigen Aspekten deutlich verbessern.

In den ersten neun Monaten legte der Konzern beim Umsatz um 22 Prozent auf 308 Millionen Euro zu. Umsatzmotor waren Textilien und Accessoires mit Steigerungen um 58,9 Prozent beziehungsweise 73,3 Prozent. Dagegen nahm der Umsatz mit dem Stammprodukt Sportschuhe nur um 3,9 Prozent zu.

Mit bedingt durch die positive Umsatzentwicklung stieg nach Firmenangaben das Betriebsergebnis (Ebit) um mehr als das Doppelte (118,8 Prozent) auf 18,6 Millionen Euro, während der Vorsteuergewinn sich auf 16,2 Millionen Euro knapp verdoppelte. Auch der Überschuss wies wegen einer niedrigeren Steuerquote mit 8,9 Millionen Euro mehr als eine Verdopplung des Vorjahreswertes von 4,3 Millionen Euro aus.

Für die weitere Entwicklung verfügt Puma nach eigenen Angaben mit einem Auftragsbestand von 162,8 Millionen Euro zum 30. September - ein Zuwachs von 31,2 Prozent - über ein Polster. Dabei hätten sich die Auftragsbestände aus den USA mit einem Anstieg um 50,1 Prozent besonders erhöht, was vor allem auf das Geschäft mit Textilien zurückgehe. Vom vierten Quartal erwartet der Konzern keine größeren Impulse mehr. Erfahrungsgemäß sei der Umsatz im vierten Quartal saisonbereinigt niedrig.

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