Wirtschaft : Textilien werden deutlich teurer

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Düsseldorf Deutschlands Verbraucher müssen sich bereits ab kommendem Winter mit höheren Preisen für Bekleidungsmode abfinden. „Wir rechnen ab Jahresende mit einem Preisanstieg von drei bis sieben Prozent“, sagte Jürgen Dax, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des deutschen Textileinzelhandels (BTE), dem Handelsblatt. Nicht anders sieht es Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer des Modeherstellerverbands German Fashion. Auch er rechnet mit Preiserhöhungen „im mittleren einstelligen Prozentbereich“. Den Grund für den Preisschub hat Rasch ebenso ausgemacht wie BTE-Chef Dax. „Der Verbraucher muss die Zeche für den Brüsseler Dirigismus zahlen.“ Anstoß nimmt die Branche an den erneuten Importquoten für Textilien aus China, die in Deutschland 30 Prozent des gesamten Bekleidungshandels bestreiten. Ursprünglich waren die Einfuhren aus China Ende 2004 freigegeben worden, nachdem China der WTO beigetreten war. Proteste südeuropäischer EU-Länder veranlassten die EU-Kommission Mitte Juni zu neuen Importquoten. Am vergangenen Montag einigte sich Peking mit Brüssel darauf, Kleider, die auf Grund der neuen strengen Quoten bereits in chinesischen Häfen und europäischen Zolllagern festsaßen, noch rasch in die EU befördern zu dürfen. Diese Importe werden allerdings auf die Kontingente für 2006 angerechnet werden. tak/cs/HB

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