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The North Face, Mammut und Jack Wolfskin : Greenpeace findet schädliche Chemikalien in Outdoor-Ausrüstung

Bei einem Test der Umweltorganisation Greenpeace waren nur vier von 40 Produkten schadstofffrei. Die gefundenen Chemikalien schadeten der Umwelt oder seien krebserregend.

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Wasserdicht, windfest: In Outdoor-Jacken stecken viele Chemikalien.
Wasserdicht, windfest: In Outdoor-Jacken stecken viele Chemikalien.Foto: dpa

In Jacken, Hosen und Schuhen sowie Rucksäcken und Schlafsäcken von Outdoor-Firmen stecken nach Angaben von Greenpeace oftmals umwelt- oder gesundheitsschädliche Chemikalien. Nur in vier von 40 untersuchten Artikeln seien keine polyfluorierten Chemikalien (PFC) festgestellt worden, teilte die Umweltorganisation am Montag anlässlich der Sportmesse Ispo in München mit.

Die Outdoor-Branche setze weiterhin Schadstoffe ein, von denen sich einige in der Natur anreicherten oder sogar krebserregend wirken könnten, kritisierte Greenpeace. Betroffen seien auch bekannte Marken wie The North Face, Mammut, Columbia und Haglöfs.

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) sind chemische Verbindungen, die in der Natur nicht vorkommen. Sie lassen Wasser und Schmutz von Outdoor-Kleidung abperlen und werden auch bei Gore-Tex-Materialien eingesetzt. Nicht nur Greenpeace sieht PFC kritisch, auch das Umweltbundesamt warnt vor Gefahren für die Umwelt und den Menschen. PFC gelten als krebserregend und stehen zudem unter dem Verdacht, die Fruchtbarkeit einzuschränken.

Zu den PFC zählt die gesundheitsschädliche Perfluoroktansäure (PFOA). Auf besonders hohe PFOA-Konzentrationen stießen die Greenpeace-Tester bei North Face und Mammut. Die höchsten PFOA-Werte wurden in einem Schlafsack von The North Face, einer Hose von Jack Wolfskin, Schuhen von Haglöfs und Mammut sowie einem Mammut-Rucksack gefunden.

Greenpeace forderte die Verbraucher auf, sich nach umweltfreundlichen Alternativen umzusehen. Für die meisten Anwendungen gebe es PFC-freie Angebote, sagte der Chemieexperte von Greenpeace, Manfred Santen. Wetterfest und PFC-frei seien etwa Textilien aus Polyester und Polyurethan. Derartige Funktionskleidung bieten etwa die Hersteller Fjällräven, Paramo, Pyua, Rotauf und R’adys an. Greenpeace bemüht sich seit 2011 mit der Kampagne „Detox“ darum, dass Firmen bis spätestens 2020 Kleidung und Schuhe giftfrei produzieren.

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