Wirtschaft : Traditionsstandorte vor dem Aus

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SCHULTHEISS

ist Berlins größte Brauerei. In Weißensee produzieren 420 Mitarbeiter jährlich 1,2 Millionen Hektoliter der Marken Berliner Pilsener und Schultheiss . Nach verlustreichen Jahren hat die Brauerei im Konzernverbund Brau und Brunnen 2001 wieder Gewinne gemacht. Das Ergebnis wurde seither kontinuierlich verbessert.

KINDL BRAUEREI

Für die andere traditionsreiche Berliner Großbrauerei arbeiten 280 Mitarbeiter, die jährlich rund 900 000 Hektoliter der Marken Berliner Kindl, Rex Pils und Märkischer Landmann brauen. Produziert wird im Neuköllner Rollbergviertel, einem der ärmsten Bezirke Berlins. Die Radeberger Gruppe mit Sitz in Frankfurt am Main hatte den Kiez in den vergangenen Jahren mit Investitionen in Höhe von 18 Millionen Euro gestärkt. Die Neuköllner übernahmen die Produktion der Potsdamer Rex Brauerei , die 2003 geschlossen worden war.

GESCHLOSSEN

Seit der Wende machten mehrere Berliner Brauereien dicht. Schließen mussten in den 90er Jahren die Bärenquell Brauerei in Niederschöneweide, die Schultheiss-Brauereien in Spandau und Kreuzberg sowie die Engelhardt Brauerei in Charlottenburg. Hintergrund für die Brauereikrise ist der sinkende Bierdurst der Deutschen. Tranken die Bundesbürger vor zehn Jahren noch 138 Liter pro Kopf und Jahr, waren es 2004 nur 115 Liter. tak

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