Transnet und GDBA : Bahner wollen schlagkräftiger werden

Ein Zusammenschluss der beiden Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA rückt näher. Am Mittwoch sprach sich der Beirat, das Transnet-Spitzengremium, in Fulda für das Vorhaben aus, wie diese Zeitung erfuhr.

BerlinAm Donnerstag wird sich der Bundeshauptvorstand der GDBA mit dem Thema befassen. Dort sollen auch Details beschlossen werden, etwa ein möglicher Zeitplan für ein Zusammengehen. Die beiden Organisationen planen in jedem Fall eine engere Kooperation. Bereits seit 2005 treten sie in Tarifkonflikten gemeinsam an.

Durch die Fusion entstünde eine Gewerkschaft mit fast 270 000 Mitgliedern – 235 000 von der Transnet, der Rest von der GDBA, in der bislang  Beamte organisiert sind. Es wäre der größte Zusammenschluss im Gewerkschaftslager seit 2001, als Verdi aus fünf Gewerkschaften entstand. Ein Hindernis sind allerdings die jeweiligen Dachverbände – die Transnet gehört zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), die GDBA zum Beamtenbund (dbb). Auch gibt es Befürchtungen in Gewerkschaftskreisen, dass nach der jahrelangen Rivalität zwischen beiden Lagern ein Zusammenschluss an der Basis auf Widerstand stoßen könnte. Die Lokführergewerkschaft GDL hat es abgelehnt, der neuen Organisation beizutreten.

Derweil hat sich der Gewinn der Deutschen Bahn zwischen Januar und August offenbar nahezu halbiert. Der Umsatz fiel um 14,5 Prozent auf 19 Milliarden Euro und lag damit weiter deutlich unter den Planungen der Bahn, wie die Agentur Reuters berichtete. Zudem habe das Staatsunternehmen im Zuge des Sparkurses 2300 Stellen mehr abgebaut als ursprünglich geplant und liege nun bei 236 000 Mitarbeitern. Kürzlich hatte Konzernchef Rüdiger Grube gesagt, die übliche Herbst-Belebung im Gütergeschäft sei trotz der leichten weltweiten Konjunkturerholung „nur im Ansatz erkennbar“. Man schreibe aber weiterhin schwarze Zahlen. brö

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