Wirtschaft : Treuhandnachfolger arbeiten länger

BERLIN (mhm/HB).Die Abwicklung der Aufgaben der früheren Treuhandanstalt zur Privatisierung der DDR-Wirtschaft wird mehr Zeit in Anspruch nehmen, als bisher geplant.War die Auflösung der seit Anfang 1995 tätigen Treuhandnachfolgeanstalt BvS ursprünglich bereits für Ende dieses Jahres ins Auge gefaßt worden, so reichen die Planungen der Bundesregierung nun bereits bis zum Jahr 2003.Das geht aus dem Wirtschaftsplan 2000 und dem Finanzplan 2001 bis 2003 der BvS hervor, der am heutigen Donnerstag im Verwaltungsrat der Anstalt beraten werden soll.Demnach werden die Einnahmen und Ausgaben im laufenden Jahr in Höhe von 4,2 Mrd.DM ausgeglichen sein.In den folgenden vier Jahren wird es aber wegen überproportional sinkender Einnahmen zu einer Unterdeckung kommen.Der daraus resultierende "Zuwendungsbedarf" beläuft sich der Vorlage zufolge bis 2003 addiert auf knapp 2,2 Mrd.DM.Zuvor schon hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Karl Diller, in einem Schreiben an den Haushaltsausschuß des Bundestages erklärt: "Bis Ende 2000 wird keines der Aufgabengebiete der BvS vollständig abgearbeitet sein."

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