Übernahme in der Modebranche : Gerry Weber kauft Hallhuber

Das Image ist etwas angestaubt, jetzt versucht sich der Textilkonzern Gerry Weber zu verjüngen - mit der Übernahme des Mode-Einzelhändlers Hallhuber.

Frischzellen. Gerry Weber will sein etwas angestaubtes Image verjüngen.
Frischzellen. Gerry Weber will sein etwas angestaubtes Image verjüngen.Foto: dpa

Der Textilkonzern Gerry Weber will jüngere Kundinnen gewinnen und kauft dafür den Mode-Einzelhändler Hallhuber. Mit dem Zukauf von der Beteiligungsfirma Change Capital Partners eröffne sich Gerry Weber “ein attraktives, jüngeres Damenmodesegment“, teilte das Unternehmen mit. Der Zukauf solle bereits im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 (bis 31.10.2015) einen Beitrag zum Gewinn leisten. Der - nicht veröffentlichte - Kaufpreis werde voraussichtlich durch die Aufnahme langfristiger Fremdmittel finanziert, dennoch soll die Eigenkapitalquote von Gerry Weber auch nach der Akquisition deutlich über 50 Prozent liegen.

Hallhuber macht 80 Prozent des Umsatzes in Deutschland


2014 erwartet Hallhuber der Mitteilung zufolge einen deutlichen Anstieg des Umsatzes auf rund 140 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA soll demnach auf rund 14 Millionen Euro klettern. Hallhuber betreibe derzeit mit rund 1500 Mitarbeitern 94 eigene Geschäfte und zwölf Outlets in sechs Ländern und macht mehr als 80 Prozent der Umsätze in Deutschland. Gerry Weber hat 2012/13 einen Umsatz von 852 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 105 Millionen Euro verbucht.
Zukaufen will der Konzern offenbar auch in der Männermode. “Wir wollen ins Herrenmodegeschäft einsteigen“, sagte Vorstandssprecher David Frink dem “Handelsblatt“. Gerry Weber wolle eine Marke kaufen, die Kollektion selbst entwickeln und die Produktion selbst steuern. rtr

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