Umfrage : Jede vierte Firma will Personal aufstocken

Das Institut für Deutsche Wirtschaft sagt eine Entspannung auf dem Arbeits- wie dem Ausbildungsmarkt voraus: Fast jedes vierte deutsche Unternehmen wolle bis Ende des kommenden Jahres sein Personal aufstocken.

Berlin - Lediglich jedes elfte Unternehmen wolle dagegen Stellen streichen, hieß es in einer Umfrage des arbeitgebernahen Instituts für Deutsche Wirtschaft (IW) bei knapp 700 Firmen. Die Mehrheit der Betriebe will die Zahl der Arbeitsplätze demnach zumindest konstant halten. Zudem wollen die Unternehmen in diesem Jahr 4000 zusätzliche Lehrstellen anbieten, das ist laut IW ein leichtes Plus von 0,8 Prozent.

"Vom Arbeitsmarkt kommen in diesem Jahr erstmals nach einer langen Durststrecke wieder erfreuliche Signale", erklärte IW-Chef Michael Hüther. Er verwies auf die seit April wieder steigende Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Als Arbeitskräfte gefragt sind weiterhin Akademiker und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung. Ungelernte haben dagegen schlechte Karten.

Allerdings zeigen sich die Firmen in der IW-Umfrage mit Blick auf das kommende Jahr vorsichtiger als für dieses: 17 Prozent gaben an, ihre Belegschaft 2007 vergrößern zu wollen, in diesem Jahr wollten es hingegen noch 22 Prozent. Damit macht sich laut IW die zusätzliche Belastung durch die Mehrwertsteuererhöhung bemerkbar.

Mehr Ausbildungsangebote

Auf dem Lehrstellenmarkt deutet sich laut IW eine Entspannung an. "Kein Bewerber wird am Ende des Jahres mit leeren Händen dastehen", zeigte sich Hüther überzeugt. Gute Chancen haben Lehrstellen-Suchende demnach bei Industriefirmen: Von ihnen bietet gut jede fünfte in diesem Jahr mehr Ausbildungsplätze an. Aber auch in der zuletzt angeschlagenen Baubranche gibt es wieder deutlich mehr Angebote. Die Chancen stünden damit gut, dass alle Bewerber einen Ausbildungsplatz im Betrieb oder aber eine anderweitige Qualifizierungsmöglichkeit erhielten, folgerte Hüther. (tso/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben