Wirtschaft : Unternehmenssteuerreform: Deutsche Bauern fühlen sich benachteiligt

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) haben gemeinsam eine Nachbesserung der Pläne zur Unternehmenssteuerreform gefordert. Die gegenwärtige "Schieflage" zu Lasten von Einzelunternehmern und Personengesellschaften müsse beseitigt werden, teilten DBV-Präsident Gerd Sonnleitner und ZDH-Präsident Dieter Philipp am Dienstag im pfälzischen Frankenthal mit. Notwendig sei eine durchgreifende "Senkung und Abflachung" des Tarifverlaufs" bei der Einkommenssteuer einschließlich einer Senkung des Spitzensteuersatzes unter 40 Prozent. Die beiden Verbände kritisierten außerdem, dass den bisherigen Pläne zufolge nur bei Kapitalgesellschaften Veräußerungsgewinne von der Körperschaftssteuer befreit werden sollten. Sonnleitner sprach sich auch gegen eine "zu schnelle" Osterweiterung der EU aus. Diese müsse vielmehr "mit Augenmaß" in Angriff genommen werden, bis Wirtschafts- und Sozialsysteme angeglichen seien. Auch bei den WTO-Verhandlungen müsse auf faire Bedingungen für die Landwirte geachtet werden.

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