Wirtschaft : US-Notenbank: Bush und Greenspan

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"Ich sprach gerade mit einem guten Mann." Mehr hat der künftige US-Präsident George W. Bush über seine erste Begegnung mit Notenbankchef Alan Greenspan am Montag nicht verraten. In der Sache freilich haben die beiden einige Differenzen: Während Bush im Wahlkampf versprach, die Haushaltsüberschüsse in Steuersenkungen umzuwandeln, plädierte Greenspan für Schuldentilgung. Während Bush Amerika am Rande einer Rezession wähnt, sieht Greenspan nur ein sich abschwächendes Wachstum. Die einen sinnen, der geschmeidige Greenspan werde bald doch gute Argumente für Steuersenkungen findet. Die andern munkeln, angesichts magerer Kongressmehrheiten reiche es ohnehin nur zu einer gemäßigten Steuerreduktion. Freilich: Der Notenbankpräsident ist für Geldpolitik, der Finanzminister für Fiskalpolitik zuständig. So lange unklar ist, wer Finanzminister wird, darf munter spekuliert werden.

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