VERBRAUCHERRECHTE : Was Lufthansa-Kunden tun können

Lufthansa-Kunden müssen sich in der nächsten Woche auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Unter der Nummer 0800/8506070 oder im Netz unter lufthansa.com (Ankunft und Abflug) erhalten Kunden Informationen zum Status ihres Fluges. Passagiere, die innerhalb des Streik-Zeitraums gebucht haben und ihre Reise verlegen möchten, können kostenfrei auf einen anderen Lufthansa-Flug umbuchen.

Voraussetzung ist, dass das Ticket vor dem 18. Februar ausgestellt wurde, das neue Reisedatum vor dem 31. März 2010 liegt und Start- und Zielorte nicht verändert werden. Wer nicht umbucht, hat bei Verspätungen ab zwei Stunden laut EU-Verordnung Anspruch auf Betreuungsleistungen, also Telefonate, Getränke, Mahlzeiten und gegebenenfalls eine Hotelübernachtung. Dies gilt für Flüge bis zu 1500 Kilometern. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3500 Kilometern nach vier Stunden Wartezeit. Wer fünf Stunden wartet, kann eine Erstattung des Flugpreises verlangen. Trotz Verspätung sollten Kunden rechtzeitig am Flughafen sein, um Ersatzflüge nicht zu verpassen. Fällt ein Flug ganz aus, muss die Airline eine Ersatzbeförderung organisieren.

Lufthansa-Kunden, deren innerdeutsche Flüge gestrichen werden, können die Deutsche Bahn nutzen. Elektronische Tickets müssen dafür am Lufthansa-Check-in-Schalter in einen Reise-Gutschein umgetauscht werden. Alternativ können Kunden auch selbst ein Bahnticket kaufen und es mit dem Flugticket zur Erstattung bei der Lufthansa einreichen. Die Airline erstattet den höheren Preis. Die Kunden können jedoch auch stornieren und ihr Geld für den ausgefallenen Flug zurückverlangen – entweder von der Lufthansa oder vom Reisebüro. Der Flug kann am Schalter oder von zu Hause aus storniert werden.

Anspruch auf Schadenersatz haben Verbraucher nach Ansicht der Lufthansa nicht, weil die Fluglinie den Streik nicht abwenden kann. Das ist jedoch umstritten. jmi

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