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Verwirrung um Schwarzwälder Schinken und Co : Renate Künast fordert schärfere Gesetze

Wo Thüringen oder Schwarzwald draufsteht, müssen die Zutaten, die drin sind, auch von dort kommen, sagt die Vorsitzende des Verbraucherschutzausschusses. Bei der Gentechnik sieht Künast große Gefahren durch TTIP.

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Renate Künast Foto: AFP
Renate KünastFoto: AFP

Angesichts der Verwirrung über Schwarzwälder Schinken und Nürnberger Rostbratwürstchen fordert Renate Künast eine schärfere Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln. „Wo Thüringen, Schwarzwald oder Lübeck draufsteht, müssen die Zutaten, die drin sind, auch von dort kommen“, sagte die grüne Politikerin, die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Recht und Verbraucherschutz ist, dem Tagesspiegel. Bisher ist das aber nur bei einigen besonders geschützten Lebensmitteln so.

Künast befürchtet jedoch, dass die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP eher zu einer Aufweichung der Standards führen werden. „Regionale Produkte dürfen nicht dem Freihandel geopfert werden“, sagte die frühere Bundesverbraucherministerin. Auch bei der Gentechnik sieht die Politikerin Gefahren. „Eine aktuelle Studie von uns belegt, dass sich die gegenwärtigen Standards im Bereich Gentechnik unter TTIP nicht aufrechterhalten lassen“, warnt Künast. Zudem hätten die Amerikaner kein Interesse an einer klaren Kennzeichnung. „Niemand kauft hier Produkte, wo Gentechnik draufsteht.“

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