• Vodafone-Chef Gent präsentiert eine mobile Internet-Plattform nur für konzern-kontrollierte Gesellschaften

Wirtschaft : Vodafone-Chef Gent präsentiert eine mobile Internet-Plattform nur für konzern-kontrollierte Gesellschaften

Die Übernahmeschlacht um Mannesmann geht mit unverminderter Härte weiter. Vodafone-Chef Chris Gent will nun eine mobil nutzbare Internet-Plattform präsentieren, die ausschließlich von Vodafone-kontrollierten Gesellschaften benutzt werden darf. Dies berichtet die "Wirtschaftswoche" in ihrer aktuellen Ausgabe. Erstmals würden auch die beiden Mobilfunkgesellschaften D2 und Omnitel, bei denen Mannesmann Mehrheits- und Vodafone Minderheitsgesellschafter sind, in den Streit einbezogen, heißt es. Die Internet-Plattform solle erst bei D2 und Omnitel eingeführt werden, "wenn wir Mannesmann kontrollieren", zitiert das Blatt den Vodafone-Chef. Nach der Präsentation des mobil nutzbaren Internets "werden die Mannesmann-Aktionäre sehen, dass wir die bessere Internet-Strategie haben", sagte Gent.

Mannesmann-Chef Klaus Esser konterte mit den jüngsten Zahlen der Tochter Orange und einem Interview in der "Börsen-Zeitung". Orange hat 1999 netto 2,73 Millionen neue Kunden gewonnen und hat damit nunmehr 4,9 Millionen Teilnehmer. Das Wachstum sei im vierten Quartal mit 1,41 Millionen Neukunden besonders hoch gewesen, hieß es. Der Vertragskundenbestand belaufe sich nun auf 2,45 Millionen, 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Orange habe sich als führender Anbieter im Markt für neue Vertragskunden fest etabliert. Im Pre-Pay-Markt erhöhte Orange die Kundenzahl von 471 000 auf 1,96 Millionen. In der "Börsen-Zeitung" erklärte Esser, wenn die Übernahme durch Vodafone abgewehrt werden könne, werde das Jahr 2000 im Hinblick auf die europäische Wachstumsstrategie ein "besonders ereignisreiches". Die finanzielle Situation von Mannesmann lasse "durchaus Raum für weitere Expansionsschritte".

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