Wirtschaft : Volksbanken schöpfen Hoffnung Trendwende bei den Erträgen

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Berlin (dr). Die Genossenschaftsbanken in Deutschland haben die Krise der Kreditwirtschaft bisher offenbar besser überstanden als erwartet. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sprach am Montag in Berlin sogar von einer „Trendwende“ bei der Ertragsentwicklung. Die genossenschaftlichen Institute hätten in allen wichtigen Positionen deutliche Verbesserungen erzielt, die die bisherigen Erwartungen überträfen, erklärte BVRPräsident Christopher Pleister. Die Reformen und die Konsolidierung im genossenschaftlichen Finanz-Verbund griffen, erklärte der Präsident. Die Reformanstrengungen in der genossenschaftlichen Bankengruppe müssten allerdings intensiv fortgesetzt werden. Dazu zählen nach Angaben des Verbandes unter anderem ein weiterer Konzentrationsprozess. Bereits im Jahr 2002 gab es 132 Fusionen von Genossenschaftsbanken.

Das Betriebsergebnis der rund 1500 Volks- und Raiffeisenbanken betrug vor Risikobewertung 0,86 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme und lag damit 0,14 Prozentpunkte oder mehr als eine Milliarde Euro über dem Vorjahreswert. Zielmarke der Volks- und Raiffeisenbanken ist 1,0 Prozent. Der Jahresüberschuss vor Steuern betrug nach aktuellen Zahlen 0,47 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme, 0,10 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Insgesamt unterhielten die Kreditgenossenschaften 15866 Bankstellen und beschäftigten 170000 Mitarbeiter.

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