Wirtschaft : Volkswagen AG: VW gründet Pensionsfonds nach US-Vorbild

Die VW-Betriebsrenten werden künftig über einen Pensionsfonds finanziert. Das Unternehmen stellte das neue Finanzierungsmodell nach amerikanischem Vorbild am Dienstag in Wolfsburg vor. Danach soll der VW-Versorgungsbeitrag künftig auf einen externen Treuhänder übertragen werden und durch professionelles Fondsmanagement auf dem Kapitalmarkt Vermögenszuwächse erwirtschaften. "Der Fonds ist die Antwort auf eine Reihe von internen und externen Anforderungen", sagte VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz. Bereits jetzt mache die betriebliche Versorgung der derzeit rund 70 000 VW-Rentner rund 8,7 Prozent der gesamten Personalkosten in Höhe von jährlich mehr als zwölf Milliarden Mark aus. Derzeit seien rund 16,7 Milliarden Mark zurückgestellt. Durch die steigende Lebenserwartung wachse die Zahl der Rentner in den kommenden 30 Jahren vermutlich auf 100 000. Mit der klassischen Finanzierung über steuerbegünstigte Rückstellungen sei dies nicht zu finanzieren. VW wird künftig ein Prozent des Mitarbeitereinkommens in den Fonds einzahlen. Im ersten Jahr seien das rund 160 Millionen Mark. Hartz geht davon aus, dass VW dank der Renditen mittelfristig weniger aufbringen muss. "Das Risiko ist durch die Langfristigkeit der Anlagen beherrschbar", sagte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Volkert. Die zwischen dem Vorstand und dem Gesamtbetriebsrat vereinbarte Lösung sichere die VW-Betriebsrenten in einer Zeit, in der andere Unternehmen ihre Renten reduzierten oder einstellten.

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