Wirtschaft : Volle Auftragsbücher bei MAN

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München - Gewinn gesteigert, Auftragsbücher gefüllt, Aktienkurs verdoppelt: Gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt legt MAN-Chef Hakan Samuelson eine überraschend starke Bilanz vor. Auch für das laufende Jahr stellt das Unternehmen gute Zahlen in Aussicht. Bei gleich bleibendem Umsatz soll der Gewinn „überproportional steigen“, kündigte der Lkw- und Maschinenbaukonzern in München an.

Die guten Zahlen sind zum einen das Ergebnis der boomenden Konjunktur für Investitionsgüter. MAN profitiert als Hersteller von Lkw, Druckmaschinen und großen Dieselmotoren überproportional. So stehen derzeit Aufträge von rund 18 Milliarden Euro in den Büchern, das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent. Rechnerisch ist MAN über ein Jahr mit den Aufträgen ausgelastet.

Zum anderen ist der Konzern deutlich profitabler geworden. So hat Samuelson seit seinem Amtsantritt zahlreiche Randaktivitäten verkauft. Die verlustreiche Raumfahrttochter MAN Technologies wurde ebenso abgestoßen wie der Automobilzulieferer Schwäbische Hüttenwerke. Anders als zu früheren Zeiten, werde es im Konzern keine Quersubventionierung mehr geben, sagte der MAN-Chef. Der angestrebten Umsatzrendite von sechs Prozent werde der Konzern „in diesem Jahr sehr nahe kommen“, kündigte Samuelson an.

Analysten zeigten sich hoch zufrieden mit der MAN-Jahresbilanz. Albrecht Denninghoff von der Hypo-Vereinsbank verwies auf die auf knapp 20 Prozent gestiegene Kapitalrendite, die „positiv überrascht“ habe. Die Experten der Landesbank Rheinland-Pfalz hoben den Ausblick hervor. Mit einem Plus von zwischenzeitlich mehr als 4,6 Prozent war die Aktie Tagesgewinner im Dax. fas (HB)

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