Wirtschaft : Volle Lager, hohe Rabatte

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Wenigstens Regen und Sturm sollen aufhören. Ansonsten dürfte die Wettervorhersage für den morgigen Montag die Einzelhändler nicht besonders glücklich machen: Fünf Grad plus sagen die Meteorologen für den ersten Tag des (inoffiziellen) Winterschlussverkaufs voraus. Ab und zu soll sich auch die Sonne hervorwagen. Keine idealen Voraussetzungen, um die vielen Jacken, Mäntel, warmen Strickwaren und Wintersportartikel zu verkaufen, die sich wegen des milden Winters noch in den Kaufhäusern türmen. „Die Lager drücken stärker als in den Vorjahren“, sagte Siegfried Jacobs, Vize-Hauptgeschäftsführer im Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels, dem Tagesspiegel. Weil die Winterware schleunigst raus muss, um Platz zu machen für die Frühjahrsmode, würden die Preise im Schlussverkauf, an dem die meisten Händler freiwillig festhalten, noch einmal um bis zu 70 Prozent gesenkt. „Die Kunden können sich auf besonders hohe Rabatte freuen“, verspricht der Einzelhandelsverband HDE. Die Händler haben aber schon früher angefangen, Rabatte zu geben. „Die Rotstiftaktionen im Dezember haben die Umsätze angeheizt“, sagte Jacobs. Für Dezember erwartet er ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr. Auch für den Januar ist er wieder zuversichtlicher. Die zunächst erwartete Delle wegen der Mehrwertsteuererhöhung werde wohl kleiner ausfallen. In der ersten Januar woche konnte die Branche ein stattliches Plus von 15 Prozent verbuchen. Jetzt ruht die Hoffnung auf dem Ausverkauf. „Ich hoffe, dass die Lager in zwei bis drei Wochen leer sind“, sagte Jacobs. Der Rest werde entweder eingemottet oder karitativen Zwecken zur Verfügung gestellt. pet

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