Wirtschaft : Von 23000 auf 16000 Arbeitsplätze

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Mit 23700 Mitarbeitern ist Siemens mit Abstand der größte industrielle Arbeitgeber in der Stadt. Doch nach der Wiedervereinigung wird die Berlinförderung in wenigen Jahren abgebaut; insgesamt verliert die Industrie mehr als 200000 Arbeitsplätze.

SEIT 1990

Neben dem Abbau der Subventionen machen Deregulierung und Privatisierungen dem Konzern zu schaffen. Das Berliner Werk für Telekommunikationsnetze beispielsweise hat bis zur Dreiteilung und Privatisierung der Post nur einen Kunden – eben die Post. Der Wettbewerb auf den liberalisierten Märkten drückt auf die Preise und zwingt zu Rationalisierungen und Arbeitsplatzabbau. Parallel dazu entstehen neue Geschäftsfelder. So beschäftigt Siemens inzwischen gut 1000 Mobilfunkentwickler in Berlin. Durch Börsengänge einzelner Geschäftsfelder (Epcos sowie Infineon) und Verkäufe ( Berliner Kabelwerk an Pirelli), sinkt die Zahl der Konzernmitarbeiter weiter.

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Siemens hat derzeit noch rund 16000 Beschäftigte in Berlin, davon bauen 2200 Schaltanlagen für die Energieverteilung . Im Gasturbinenwerk Moabit arbeiten weitere 2000, beim Lampenhersteller Osram sogar knapp 2300 Beschäftigte. In der Sparte „Transportation Systems“ befassen sich 1200 Personen mit Bahnprojekten und Bahnsignaltec hnik. Im Bereich Netze kümmern sich gut 1000 Mitarbeiter um Datenautobahnen, weitere 500 sind es in der Gebäudetechnik. alf

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